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Geschenkkarton "Kräftige Rotweine"

Frankenweinliebhaber c/o regiogate GmbH

Ein Geschenkkarton mit kräftigen und komplexen Rotweinen. Dunkle Beerenaromatik, etwas Anis und Holzaromen.  Versandkostenfrei innerhalb D.

Das Paket besteht aus 3 Bordeaux-Flaschen à 0,75 l

Badischer Weinbauverband Goldmedallie1 x 2016 Reicholsheimer First Schwarzriesling trocken
von der GWF Kitzingen
Prämierung: Badische Weinprämierung Gold

1 x 2018 Escherndorfer Fürstenberg Spätburgunder trocken
vom Weingut am Vögelein

DLG Silbermedallie1 x 2016 Merlot trocken -MUTIG-
vom Weingut Braun in Fahr

Weitere Informationen zur Rebsorte

Schwarzriesling

Der Schwarzriesling wird zu den Burgunder-Sorten gezählt, was man auch leicht an seinem französischen Namen „Pinot Meunier“ ablesen kann.

Deshalb mag es auch gar nicht allzu sehr verwundern, dass er in seiner Aromatik an seine Schwester-Sorte den Spätburgunder (Pinot Noir) erinnert.

Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten roten Rebsorten weltweit. Von vielen Weinliebhabern und Experten wird die Sorte gar als Königin unter den roten Rebsorten bezeichnet. Als Spezialität und nahen Verwandten gibt es in Deutschland auch noch den Frühburgunder, welcher aber bundesweit nur auf ca. 260 Hektar angebaut wird.

Als Mutterland der Sorte gilt Frankreich, wo sie knapp 30.000 Hektar einnimmt und wahrscheinlich schon seit der Römerzeit kultiviert wird. In Deutschland ist der Spätburgunder mit knapp 11.800 Hektar (12 % der gesamten Rebfläche) die meistangebaute rote Rebsorte.

Vor allem in seinen klassischen Anbauregionen Baden und Ahr dominiert er ganz klar die Anbaustatistik. In den letzten 30 Jahren haben Deutschlands (Spitzen-)Winzer große Anstrengungen unternommen, qualitativ dem großen, strahlenden Vorbild Burgund näherzukommen.

Die Pinot-Noir-Weine von der Côte d’Or genießen Weltruf und Lagen-Namen wie Musigny, Richebourg und Chambertin (um nur einige zu nennen) zaubern ein verklärtes Lächeln in die Gesichter sämtlicher Pinot Noir-Afficionados weltweit. Leider reißen sie aber auch ein tiefes Loch in die Geldbörse ihrer Anbeter. 200 bis 300 Euro – wohlgemerkt: pro Flasche – sind bei den berühmten Grand-Cru-Lagen eher die Regel denn die Ausnahme.

Qualitativ hat sich in deutschen Landen enorm viel getan und sowohl das Verständnis für den Anbau im Weinberg (Standort, Wahl des Klons und der Unterlage, Traubenteilung etc.) als auch die Besonderheiten beim Ausbau im Keller haben sprunghaft zugenommen. So haben die besten deutschen Spätburgunder mittlerweile qualitativ enorm aufgeholt und teilweise sogar zum großen Vorbild aufschließen können. Allerdings bewegen wir uns preislich mittlerweile bei den besten Pinots aus Deutschland auch im dreistelligen Bereich (Friedrich Becker, Bernhard Huber, August Kesseler).

Zusammen mit dem Cabernet Sauvignon und dem Merlot gilt der Spätburgunder als eine der hochwertigsten roten Rebsorten überhaupt. Weltweit steht Deutschland mit seinen 11.775 Hektar Anbaufläche für Spätburgunder (Pinot Noir) auf dem dritten Platz hinter Frankreich (29.700 Hektar) und den USA (16.770 Hektar). Rund jeder dritte Stock in deutschen Rotweinanlagen ist ein Spätburgunder. National dominiert Baden beim Spätburgunder klar und stellt laut den Zahlen des Deutschen Weininstituts (DWI) aus dem Jahr 2014 mit 5.591 Hektar knapp die Hälfte der gesamten deutschen Anbaufläche für diese Rebsorte. Zweitgrößtes deutsches Anbaugebiet für die Sorte ist die Pfalz mit 1.636 Hektar vor Rheinhessen (1.439 Hektar) und Württemberg (1.300 Hektar). In Franken sind lediglich 266 Hektar mit Spätburgunder bestockt und man könnte mit Fug und Recht von einem gewissen Nischendasein sprechen.

Merlot

Bei aller Bodenständigkeit, welche man uns Franken gerne nachsagt, sind wir doch auch Neuem und kleinen Experimenten gegenüber stets aufgeschlossen.

Christian Büttner, unserem Weinfachberater, ist es immer wieder ein Anliegen, beim Thema Merlot auf den unterhaltsamen und stellenweise schreiend komischen Wein-Film „Sideways“ hinzuweisen. Einer der beiden Hauptdarsteller ist Miles, seines Zeichens eingefleischter Pinot-Noir-Liebhaber und Merlot-Verächter. Auf dem Weg zu einem Vierer-Date mit einer Sommelière und einer Weinverkäuferin in einem kalifornischen Restaurant sagt er zu seinem Buddy Jack: "Wenn jemand Merlot bestellt, werde ich gehen! Ich werde nicht einen Tropfen von diesem verdammten Merlot trinken!".

Die Absolutheit und Vehemenz dieser Aussage würde er so natürlich nicht unterstützen wollen, denn bekanntlich ist nichts erfolgreicher als der Erfolg. Und mit knapp 270.000 Hektar Anbaufläche weltweit steht der Global-Player Merlot an zweiter Stelle im Ranking der meistangebauten Sorten. Den ersten Platz belegt übrigens Cabernet Sauvignon mit 290.000 Hektar Anbaufläche. Beide Sorten stammen aus Frankreich und gehen traditionell in den allermeisten Bordeauxweinen, mit variierenden Anteilen in der Cuvée, eine glückliche Ehe ein. Nur am rechten Ufer (die Bezeichnung bezieht sich auf die Weine, die rechts des Beckens der Gironde oder rechts der Dordogne erzeugt werden), hier speziell im Anbaugebiet Pomerol, gibt es einige wenige 100%-Merlot-Weine.


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Datenblatt Geschenkkarton "Kräftige Rotweine"

Weinart
Rotwein
Rebsorte
Merlot, Schwarzriesling, Spätburgunder
Jahrgang
2016, 2018
Geschmack
trocken
Wein-Prädikat
Deutscher Qualitätswein (QbA)
Weinprämierung
DLG Silber
Badische Weinprämierung Gold
Frankenwein aus
Würzburg
Weingut / Anbieter /
Frankenweinliebhaber c/o regiogate GmbH
Friedrich-Bergius-Ring 15
D-97076 Würzburg
Artikelnummer
FWL8049
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Frankenweinliebhaber c/o regiogate GmbH
Preis/Liter
13.29 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Alkoholgehalt (vol.)
12,5 -13,5%
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Frankenweinliebhaber c/o regiogate GmbH" stellt sich vor

Als Betreiber des Portals "frankenweinliebhaber.de" halten wir immer eine kleine aber feine Menge an Probierpaketen vor, die direkt aus unserem Weinkeller versendet werden.

Viele dieser mit viel Liebe unserer Weinexperten kreierten Pakete enthalten Weine unterschiedlicher Weingüter - neben Spitzenweinen etablierter Winzer findet man hier auch den einen oder anderen Geheimtipp sowie Newcomer am Frankenwein-Himmel.

Entdecken und genießen Sie das Repertoire fränkischer Weine!

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Verkostungsnotiz Geschenkkarton "Kräftige Rotweine"

Dieses Jahr ist alles anders. Sie wissen, was ich meine. Um so wichtiger ist es, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern den Genuss zu Hause ins Auge fassen und das bevorstehende Weihnachtsfest mit unseren Lieben genussvoll begehen.

Heute stelle ich Ihnen ein Probierpaket mit drei unterschiedlichen, sortentypischen Rotweinen vor. Jeder der drei Weine eignet sich hervorragend als Speisenbegleiter an der festlich gedeckten Tafel.

2018 Spätburgunder trocken „Escherndorfer Fürstenberg“

Weingut am Vögelein, Nordheim

Unser erster Wein stammt aus einer der größten und gleichzeitig bekanntesten Lagen ganz Frankens, dem „Nordheimer Vögelein“.
Genau so, wie man es von einem typischen Spätburgunder deutscher Provenienz erwarten kann, präsentiert er sich im Glas. Zunächst wäre da die Farbe, welche ich als strahlendes, mittleres Granatrot beschreiben würde. Die Nase ist in erster Linie geprägt von einer ausgeprägten Sauerkirschfrucht, aber auch herbe Noten, teilweise sogar in würzige Gefilde reichende Aromen nehme ich wahr. Hier sind vor allem Anklänge von Schlehe und Wacholderbeeren zu nennen. Wir haben es von der Aromatik her eher mit einem würzig-herben Vertreter der Sorte zu tun.

Am Gaumen präsentiert sich unser Spätburgunder mit 0,8 g/l Restzucker absolut trocken.
Geschmacklich dominiert eine herb-säuerliche, von einer leichten Adstringenz begleitete Note. Wie schon in der Nase fühle ich mich auch hier an Kirsche und Schlehen erinnert. Ergänzt wird das Ganze durch feine, durchaus sortentypische Bittermandeltöne (Kirschkern!) und eine zarte Lakritznote.

In seiner herben, säuerlich-kirschfruchtigen Art gibt er mit Sicherheit einen sehr guten Speisenbegleiter ab. Jahreszeitlich passend fallen mir in erster Linie Wildgerichte (Reh, Hirsch), aber auch Geflügel wie Ente und Gans ein.


2016 Schwarzriesling trocken „Reicholzheimer First“

Winzergemeinschaft Franken, Kitzingen

Unser zweiter Wein stammt aus Tauberfranken. Und zwar aus einer der ältesten und besten Lagen der Region. Der älteste Hinweis auf die 19 Hektar große Einzellage „Reicholzheimer First“ entstammt einer Urkunde aus dem Jahr 1476 und weist die damalige Schreibweise „Fyerst“ auf. Wie so oft im Mittelalter waren es auch hier Mönche, welche die Weinberge kultivierten und ihr Wissen über den Weinbau mit in die Region brachten. Ihr „Stützpunkt“ war das ganz in der Nähe gelegene Zisterzienser-Kloster in Bronnbach.

Der Schwarzriesling, in Frankreich Pinot Meunier genannt (Müllerrebe), gehört zur Familie der Burgundersorten und liefert genauso wie der Spätburgunder eher mittelkräftige Rotweine. Im Vergleich zum Spätburgunder aus Nordheim weist er einen ähnlichen, ebenfalls ins Granatrot gehenden, aber etwas kräftigeren Farbton auf.
Die Nase verströmt einen warmwürzigen, reifen Duft mit einem ganzen Beeren-Mix. Aromen von reifen Herzkirschen, Brombeeren und Blaubeeren in Verbindung mit würzigen, vom Holzfassausbau herrührenden Noten von Anis, Schokolade und Kaffee steigen aus dem Glas empor. Die Lust auf den ersten Schluck stellt sich unmittelbar ein.

Der Gaumen ist geprägt von schokoladigen Noten. Die Tannine sind fein und geschliffen, hinterlassen im Nachhall dann aber doch eine ganz dezent aufrauende Note, welche von feinen Bittertönen begleitet wird. In etwa so, wie wenn Sie ein Stück Bitterschokolade mit 90 % oder mehr Kakaoanteil am Gaumen zergehen lassen. Als fruchtige Komponente tritt dezent im Hintergrund eine an Sauerkirsche erinnernde Note in Erscheinung. Summa summarum ein sehr schöner, holzfassgereifter Schwarzriesling. Auch hier wieder meine Empfehlung: vorzugsweise als Essensbegleiter einsetzen.


2016 Merlot trocken „Mutig“

Weingut Heike und Thomas Braun, Volkach

In seiner „Mutig“-Linie präsentiert das Winzerehepaar Braun Tropfen aus internationalen Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc und Merlot als auch wahrhafte Exoten von lediglich regionaler Bedeutung wie z. B. den Südtiroler Rosenmuskateller und den Goldmuskateller.
Der dritte Wein aus unserem Paket ist ein Merlot und stammt aus dem Jahrgang 2016. Der lange, mit viel Fingerspitzengefühl erfolgte Ausbau in Halbstückfässern und gebrauchten Barriques führte dazu, dass der Wein erst im Jahr 2019 in Verkauf gelangte.
In der Farbe ist er kräftiger als die beiden anderen Weine aus dem 3er-Paket. Er kommt mit einem satten Rubinrot ins Glas. Die Nase ist Verführung pur. Die pflaumige Frucht wird ergänzt vom Duft reifer Herzkirschen. Der Ausbau im Holzfass steuert würzige Noten bei, welche an Zedernholz, Vanille, Schokolade und Nelke erinnern.
Am Gaumen begeistert er mit seiner geschliffenen, souveränen Art. Die Gerbstoffe sind weich und rund, keine adstringierenden Noten stören den Eindruck. Ein Wein wie Samt und Seide. Frucht (Kirsche, Pflaume), Tannin und Säure bilden ein gleichseitiges Dreieck von berückender Schönheit und Harmonie. Diesen wunderbaren Tropfen können Sie ganz wunderbar solo (Kaminwein!) oder auch zu wahrhaft festlichen Speisen trinken. In dieser Qualität haben auch internationale Sorten ihre Berechtigung in Franken.

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
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