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Wiesenbronner Traminer QbA halbtrocken

Fröhlich Familie

Tolle Struktur und beachtliche Dichte.

Verkostung durch unseren Weinfachberater Christian Büttner:

Traminer oder Gewürztraminer, das ist hier die Frage. Natürlich handelt es sich in unserem Fall keineswegs um eine Frage mit solch einer existenziellen Dimension wie beim Dichterfürsten Shakespeare, aber interessant ist der Unterschied dennoch.
So wie es beispielsweise beim Silvaner den grünen, den gelben, den roten und den blauen gibt, so existieren beim Traminer ebenfalls unterschiedliche Varianten.

Je nach Beerenfarbe können verschiedene Spielarten unterschieden werden: rote Beeren – Roter Traminer; hellrot/rosa – Gewürztraminer, gelblich – Gelber Traminer). Im wesentlichen unterscheiden sie sich durch die Intensität ihres würzigen Geschmacks.

Sämtliche genannten Spielarten des Traminers können von den Winzern auf dem Etikett als Gewürztraminer bezeichnet werden. Somit bleibt es letztendlich dem Winzer überlassen, sofern er Roten oder Gelben Traminer im Anbau hat, ob er diese als Traminer oder Gewürztraminer deklariert.
Generell sagt man dem Traminer nach, dass er in Geschmack und Aroma nicht ganz so intensiv sei wie der Gewürztraminer. Auf alle Fälle handelt es sich um eine unserer wertvollsten und ältesten Sorten, welche im Verlauf der Zeit durch natürliche Kreuzungen auch Spuren in anderen Rebsorten wie dem Silvaner und dem Riesling hinterlassen hat.

Als Ursprungsgebiet wird von den Ampelographen Südosteuropa angenommen. Bereits im Mittelalter kam die Sorte in Südtirol vor, wo sie im 15.Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Durch den regen Weinhandel ausgehend von der Ortschaft Tramin (Südtirol) kam die Sorte dann auch zu ihrem heutigen Namen.

Winzerfamilie Fröhlich aus Wiesenbronn hat im Jahrgang 2016 etwas getan, was als absolute Ausnahme zu bezeichnen ist. Sie hat ihren Traminer auf die Literflasche gezogen. Um ehrlich zu sein, ich kann mich nicht erinnern, dass mir jemals ein Traminer/Gewürztraminer in der Literflasche untergekommen ist. Dafür ist die Sorte einfach zu hochwertig und auch vom Ertragsniveau zu niedrig. Aber den Verbraucher freut es um so mehr. Bekommt er doch viel Wein für wenig Geld.

Im Glas präsentiert er sich durchaus sortentypisch, aber eher pianissimo. Der sonst so ausgeprägte Rosenduft ist nur zart angedeutet. Mit zunehmender Verweildauer und Luftzufuhr im Glas entfalten sich herbe Tangerinen-Noten und Anklänge von Wiesenblumen. Auch eine wachsige, an Chenin-Blanc-Weine von der Loire (Vouvray) erinnernde Komponente ist vorhanden. Summa summarum für einen Traminer insgesamt eher ein dezentes Nasenbild.

Am Gaumen überzeugt mich der Liter-Traminer von Familie Fröhlich mit seiner tollen Struktur und einer beachtlichen Dichte. Er besitzt viel Extrakt für einen Literwein. Geschmacklich kommt er dank 5,8 g/l Säure durchaus frisch und lebendig rüber für einen Traminer, neigt die Sorte doch gerne auch einmal zur Säurearmut und zur Behäbigkeit.
Im Vordergrund steht am Gaumen die Tangerinen-Note aus der Nase, welche von einer aparten, zestigen Bitternote begleitet wird. Den Nachhall krönen schließlich noch würzig-mineralische Anklänge. Kulinarisch begleitet unser lohnender Edel-Schoppen am besten eine Edel-Vesper: Terrinen und Pasteten in sämtlichen Varianten oder eine gemischte Käseplatte.

 

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Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt Wiesenbronner Traminer QbA halbtrocken

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Traminer
Jahrgang
2016
Geschmack
halbtrocken
Terroir
Lehm-Keuper
Empfohlene Trinktemperatur
10 - 12°
Lage
Wiesenbronner
Wein-Prädikat
Deutscher Qualitätswein (QbA)
Frankenwein aus
Wiesenbronn
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Fröhlich Familie
Schulgasse 5
D-97355 Wiesenbronn
Artikelnummer
FWL4453
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Fröhlich Familie
Preis/Liter
5.50 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
1000ml
Säuregehalt
5,8 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
12,5%
Restzucker
11,7 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Fröhlich Familie" stellt sich vor

In unserer Familie wird nunmehr seit der 6. Generation Weinbau betrieben.  Grundlage unseres Schaffens ist ein naturnaher und umweltverträglicher Weinanbau. Die Erzeugung von gesunden Trauben ist uns für eine optimale Weinbereitung sehr wichtig. Dieses trifft besonders im Rotweinbereich zu.

Die Geschichte des Weingutes Fröhlich in Wiesenbronn begann im Jahr 1863 als Mischbetrieb mit Bäckerei und Fuhrunternehmen. Reinhard und Elvira Fröhlich führen den direkt unterhalb der Kirche gelegenen Betrieb samt Brennerei mittlerweile in der sechsten Generation. Mit Tochter Steffi wächst schon die nächste Generation nach und verzeichnet bereits erste Erfolge: Zusätzlich zu einem tollen 2. Platz beim „Bundesentscheid der Grünen Berufe“ wurde Sie noch als Beste Jungwinzerin ausgezeichnet! Chapeau!

Auch wenn Wiesenbronn nicht so berühmt ist wie der nahe gelegene Weinort Iphofen, so kann er ebenfalls eine lange, bereits über 1200 Jahre währende Weinbautradition vorweisen. Durch die bewaldeten Hänge des Steigerwaldes entsteht ein geschütztes Kleinklima, welches in Verbindung mit den regionstypischen Gipskeuperböden beste Voraussetzungen für den Weinbau bietet.

Mit seinen bestens exponierten Weinbergen in den Wiesenbronner Lagen „Geisberg“ und „Wachhügel“ verfügt Familie Fröhlich über optimale Voraussetzungen zur Produktion hochwertiger Weiß- und Rotweine. Mit 40 % fällt der Rotweinanteil hier auffallend hoch aus.

Von daher mag es nicht übberraschen, dass das Weingut Fröhlich Mitinitiator des Namens „Wiesenbronn, die Rotweininsel am Steigerwald“ war. Bedenkt man, dass bis in die 80er-Jahre der durchschnittliche Rotweinanteil in Franken lediglich 5 % der Gesamt-Rebfläche betrug, dann überrascht dies um so weniger.

Im Zuge der Flurbereinigungsmaßnahmen in den 60er-Jahren wuchs die Weinbergsfläche in Wiesenbronn merklich an und es stellte sich heraus, dass die hiesigen Böden und das Kleinklima besonders den Rotweinanbau begünstigen. Die Weinbauberatung der fränkischen Regierung legte den Wiesenbronner Winzern besonders den Portugieser ans Herz. Dies ist Hauptgrund dafür, dass er bereits seit 1968 bei den Frölichs angebaut wird. Diese lange Erfahrung im Umgang mit der Sorte merkt man den Weinen auch an.

Für das Weigut ist die schonende Verarbeitung zur Erhaltung der Eigenständigkeit der jeweiligen Jahrgänge und der Reiz am „Naturprodukt" eine große Herausforderung. Ein weiterer wichtiger Stellenwert der Arbeit liegt in der guten Verträglichkeit unserer Weine.

Als Besonderheit bietet das Weingut als einziger Betrieb in Franken die Rotweinsorte Helfensteiner an.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz Wiesenbronner Traminer QbA halbtrocken

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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