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2017er Müller Thurgau Qualitätswein trocken

Weingut Familie Fröhlich

Elegante Variante vom Müller Thurgau, fein-würzig.

Speiseempfehlung: Helles Fleisch und Vorspeisen.

Weitere Informationen zur Rebsorte

Müller-Thurgau

O.k., die Sorte ist nicht gerade en vogue. Im Gegenteil: der einstmals geliebte Sohn wurde von seinen Eltern, den Winzern, verstoßen.

Der Flächenanteil sank seit Mitte der 1990er-Jahre von weit über 50% auf heute 27%. Wenn der Trend weiter so anhält ist in wenigen Jahren der Silvaner wieder die Nummer 1 in fränkischen Weingärten. Das ist im Prinzip auch zu begrüßen. Aber woher kommt dieser dramatische Wandel vom einstmaligen Liebling zum Stiefkind?

Der Müller-Thurgau galt schon immer als Brot-und-Butter-Sorte, nicht geeignet für höhere Qualitäten. Das ist im Prinzip auch richtig. Aber wenn nicht gerade Erträge von 200 Hektoliter pro Hektar geerntet werden und der Winzer sich Mühe gibt, sind durchaus hochanständige Weine möglich.

Ein erster Vorstoß in diese Richtung war vor knapp 20 Jahren die Gründung der Winzervereinigung Frank & Frei. Man war angetreten, das ramponierte Image der Sorte aufzupolieren und keltert bis heute vorbildliche, fruchtig-frische Müller-Thurgau-Weine.

Doch ist der Ruf erst ruiniert …

Selbst das große „100 Jahre Müller-Thurgau-Jubiläum“ in 2013 hat wenig bewirken können in unseren Augen. Immerhin wurde damals die erste Müller-Thurgau-Anlage Deutschlands in Franken gepflanzt. Die Sorte ist besser als ihr Ruf und verdient mehr Aufmerksamkeit.

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Datenblatt 2017er Müller Thurgau Qualitätswein trocken

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Müller-Thurgau
Jahrgang
2017
Geschmack
trocken
Empfohlene Trinktemperatur
10 - 12°
Lage
Wiesenbronner
Wein-Prädikat
Deutscher Qualitätswein (QbA)
Frankenwein aus
Wiesenbronn
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Weingut Familie Fröhlich
Schulgasse 5
D-97355 Wiesenbronn
Artikelnummer
FWL5296
Lieferzeit
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Versand durch
Weingut Familie Fröhlich
Preis/Liter
8.00 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
6 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
11%
Restzucker
3,7 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Weingut Familie Fröhlich" stellt sich vor

In unserer Familie wird nunmehr seit der 6. Generation Weinbau betrieben.  Grundlage unseres Schaffens ist ein naturnaher und umweltverträglicher Weinanbau. Die Erzeugung von gesunden Trauben ist uns für eine optimale Weinbereitung sehr wichtig. Dieses trifft besonders im Rotweinbereich zu.

Die Geschichte des Weingutes Fröhlich in Wiesenbronn begann im Jahr 1863 als Mischbetrieb mit Bäckerei und Fuhrunternehmen. Reinhard und Elvira Fröhlich führen den direkt unterhalb der Kirche gelegenen Betrieb samt Brennerei mittlerweile in der sechsten Generation. Mit Tochter Steffi wächst schon die nächste Generation nach und verzeichnet bereits erste Erfolge: Zusätzlich zu einem tollen 2. Platz beim „Bundesentscheid der Grünen Berufe“ wurde Sie noch als Beste Jungwinzerin ausgezeichnet! Chapeau!

Auch wenn Wiesenbronn nicht so berühmt ist wie der nahe gelegene Weinort Iphofen, so kann er ebenfalls eine lange, bereits über 1200 Jahre währende Weinbautradition vorweisen. Durch die bewaldeten Hänge des Steigerwaldes entsteht ein geschütztes Kleinklima, welches in Verbindung mit den regionstypischen Gipskeuperböden beste Voraussetzungen für den Weinbau bietet.

Mit seinen bestens exponierten Weinbergen in den Wiesenbronner Lagen „Geisberg“ und „Wachhügel“ verfügt Familie Fröhlich über optimale Voraussetzungen zur Produktion hochwertiger Weiß- und Rotweine. Mit 40 % fällt der Rotweinanteil hier auffallend hoch aus.

Von daher mag es nicht übberraschen, dass das Weingut Fröhlich Mitinitiator des Namens „Wiesenbronn, die Rotweininsel am Steigerwald“ war. Bedenkt man, dass bis in die 80er-Jahre der durchschnittliche Rotweinanteil in Franken lediglich 5 % der Gesamt-Rebfläche betrug, dann überrascht dies um so weniger.

Im Zuge der Flurbereinigungsmaßnahmen in den 60er-Jahren wuchs die Weinbergsfläche in Wiesenbronn merklich an und es stellte sich heraus, dass die hiesigen Böden und das Kleinklima besonders den Rotweinanbau begünstigen. Die Weinbauberatung der fränkischen Regierung legte den Wiesenbronner Winzern besonders den Portugieser ans Herz. Dies ist Hauptgrund dafür, dass er bereits seit 1968 bei den Frölichs angebaut wird. Diese lange Erfahrung im Umgang mit der Sorte merkt man den Weinen auch an.

Für das Weigut ist die schonende Verarbeitung zur Erhaltung der Eigenständigkeit der jeweiligen Jahrgänge und der Reiz am „Naturprodukt" eine große Herausforderung. Ein weiterer wichtiger Stellenwert der Arbeit liegt in der guten Verträglichkeit unserer Weine.

Als Besonderheit bietet das Weingut als einziger Betrieb in Franken die Rotweinsorte Helfensteiner an.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2017er Müller Thurgau Qualitätswein trocken

Heute darf es zur Abwechslung mal wieder ein Wein von der Rebsorte Nummer 1 aus Franken sein: ein Müller-Thurgau.

Wenn der Trend weiterhin anhält werde ich dies in wenigen Jahren allerdings nicht mehr so schreiben können. Dann wird der Silvaner die Pole Position einnehmen. Die Faktenlage ist diesbezüglich eindeutig. Laut Statistik hatte der Müller im Jahr 2015 noch 210 Hektar Vorsprung vor dem Silvaner, was die Anbaufläche in Franken betrifft (1.645 ha zu 1.435 ha).
Dieser Vorsprung ist binnen zwei Jahren auf weniger als 100 Hektar geschmolzen. In diesem Zeitraum hat die Anbaufläche des Silvaners aber nur leicht zugenommen (von 1.435 ha auf 1.493 ha). Dies bedeutet, dass die Rebfläche des Müller-Thurgaus schneller abnimmt als die des Silvaners wächst. Ich möchte Sie an dieser Stelle sicherlich nicht mit Zahlenspielereien langweilen, aber ich denke, es ist durchaus interessant, über die großen Trends ein wenig Bescheid zu wissen. Zumal der Müller von über 3.000 Hektar Anbaufläche Mitte der Neunziger Jahre kommt. Ein dramatischer Rückgang also.

Dies soll uns aber aus zwei Gründen nicht sonderlich bekümmern. Erstens handelt es sich mit dem Silvaner um einen würdigen „Thronfolger“, welcher als autochthone Rebsorte seit mindestens 360 Jahren in der Region verwurzelt ist und das Profil Weinfrankens im Rest Deutschlands besser zu schärfen geeignet ist. Zweitens wird sich der Müller irgendwann konsolidieren und hauptsächlich nur noch von Winzern angebaut werden, welche ihn nicht als Massenträger „missbrauchen“ und stattdessen ehrliche, hochanständige und fruchtig-würzige Weine aus der Sorte keltern.

Mit dem fränkisch trockenen „Wiesenbronner“ Müller-Thurgau von Winzerfamilie Fröhlich haben wir genau ein solch gelungenes Exemplar im Glas: einen hochanständigen, ehrlichen, fruchtig-würzigen Wein. Die blassgelbe Farbe mit ihren Grünreflexen deutet auf einen leichten, eher schlanken Wein hin. Auch der Alkoholgehalt von 11% Vol. legt diese Vermutung nahe. In der Nase präsentiert er sich dezent und eher zurückhaltend für einen Müller. Aber dennoch lässt er es nicht an Typizität mangeln. Eine frischer Apfelduft mit einem Schuss Zitrone, etwas Eisbonbon und einem Hauch Ananas passen wunderbar zum Sortenprofil. Lediglich die „berühmte“ Muskatwürze bleibt eher zart angedeutet. Wem der Müller sonst zu blumig, fruchtig und würzig ist, könnte hier eventuell einmal einen Versuch wagen.

Am Gaumen hat der Wein einen beeindruckenden Zug. Wie oben schon erwähnt, ist er mit 3,7 g/l Restzucker fränkisch trocken. Die Säure ist sehr lebendig und verleiht ihm einen fast schon tänzerischen Auftritt auf der Zunge. Wenn ich in Österreich einen Heurigen besuche, würde ich mir genau einen solchen Wein wünschen: frisch, (dezent) fruchtig, leicht, trocken im Geschmack, mit Zug am Gaumen und leicht würzig im Nachhall. Vielleicht können sich sogar Riesling-Fans, sofern Ihnen nach Abwechslung zumute ist, einmal an diesen Wein heranwagen. Passt wunderbar zu Schnitzel oder Backhendl mit schlotzigem (Gurken-) Kartoffelsalat oder zum gebackenen Karpfen.

 

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
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