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2017 Retzbacher Benediktusberg Grauer Burgunder Kabinett trocken

Gehrig Weinbau

Angenehme Zitrusfrucht mit einem Nachhall von Eisbonbon

Verkostung durch unseren Weinfachberater Christian Büttner:

Es geht voran im Weingut Gehrig. Bedenkt man die Tatsache, dass der Jahrgang 2014 mit einer winzigen Menge Silvaner der erste selbstvermarktete war, so kann man unter Berücksichtigung der momentanen Betriebsgröße von sieben Hektar fast schon von Siebenmeilenstiefeln sprechen, welche der 28-jährige Junior des Hauses Philipp Gehrig angelegt hat.
Früher wurde die gesamte Traubenproduktion an eine Genossenschaft geliefert.
Das Sortiment gestaltet sich fast schon mustergültig für die Anbauregion Franken. Vertreten sind neben den drei meistangebauten fränkischen Varietäten Müller-Thurgau, Silvaner und Bacchus noch ein Rotling, der heute von mir vorgestellte Grauburgunder und neu seit diesem Jahr eine Scheurebe. Als Rotwein soll schließlich auch noch ein Spätburgunder folgen.

Die Trauben für den wirklich absolut trockenen (0,0 g/l Restzucker) 2017er Kabinett vom Grauen Burgunder sind in der bis zu 80 % steilen Lage „Retzbacher Benediktusberg“ gewachsen. Vor 15 Monaten habe ich die 2016er-Version als kräftige Spätlese mit 13,5 % vol. Alkohol vorgestellt. Die 2017er Ausgabe ist freilich ein ganz anderer Wein. Dies liegt hauptsächlich in der Unterschiedlichkeit der einzelnen Jahrgänge begründet, welche wir unserem kontinentalen Klima verdanken.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger fällt der 2017er Kabinett mit seinen 12,5 % vol. Alkohol leichter aus. Auch von der Aromatik her unterscheiden sich die beiden Geschwisterweine.
Das Nasenbild der 2016er Spätlese hatte ich folgendermaßen charakterisiert: „Es ist alles vorhanden, was ich als sortentypisch empfinde: reife Birne, eine leichte Exotik in Richtung Ananas, etwas Nuss, zart rauchige Aromen, sanfte Honignoten.“
Im Vergleich hierzu sind die Fruchtnoten beim 2017er Kabinett von größerer Frische geprägt. Apfel und Zitrus statt Birne und Ananas. Die Nase ist außerdem von floralen und vegetabilen Noten (Heu, Blütendüfte) geprägt. Insgesamt ist die Aromenausprägung sehr klar und reintönig. Der frische, sprudelnde Gebirgsbach kommt mir automatisch in den Sinn.

Am Gaumen tritt der Kabinett fast schon mustergültig als Vertreter seiner Prädikatsstufe in Erscheinung. Leicht, frisch und eher schlank in der Anmutung. Trotz 0,0 g/l Restzucker wirkt der Wein aber nicht penetrant trocken. Das mag in erster Linie an der harmonischen, „weinigen“ Säure liegen, welche zwar Frische verleiht, aber niemals aggressiv getönt ist. Geschmacklich nehme ich vor allem eine angenehme Zitrusfrucht wahr, welche sich im Nachhall zu einer Sensation (frz. sensation »Empfindung, Sinneseindruck«) von Eisbonbon wandelt.
Wirklich wunderbar für Neugierige und Lernwillige ist die Tatsache, dass die 2016er Spätlese noch bestellbar ist und somit einem spannenden Vergleich mit dem 2017er Kabinett nichts im Wege steht.

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Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt 2017 Retzbacher Benediktusberg Grauer Burgunder Kabinett trocken

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Grauburgunder
Jahrgang
2017
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk
Empfohlene Trinktemperatur
8 - 10°
Lage
Retzbacher Benediktusberg
Qualitätsstufe
Prädikatswein: Kabinett
Frankenwein aus
Retzbach
Weingut / Anbieter / Abfüller
Gehrig Weinbau
Kugelberg 5
D-97225 Zellingen
Abfüller
Gehrig Weinbau
Kugelberg 5
D-97225 Zellingen
Artikelnummer
FWL4590-2017
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Gehrig Weinbau
Preis/Liter
7.33 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
6,2 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
12,5%
Restzucker
0,0 g/L
Allergene
enthält Sulfite, enthält Eiprodukt

Das Weingut "Gehrig Weinbau" stellt sich vor

Der Startschuss für den heutigen Familienbetrieb fiel in den 60er Jahren. Angefangen mit einem kleinen Weinberg erwirtschaftete das Weingut im Laufe der Zeit eine Fläche von nunmehr 7 Hektar. Die Weinberge der Familie erstrecken sich vom Retzbacher Benediktusberg bis hin zur Himmelstadter Kelter.

Als ausgebildeter Winzer in der 3. Generation hat sich Philipp Gehrig entschieden, den Familienbetrieb neu zu orientieren. Seit drei Jahren entfernt sich das Weingut stetig von der reinen Traubenerzeugung hin zur Selbstvermarktung. Jedes Jahr finden mehr Sorten ihren Weg in die Flasche.

Der Anspruch von Philipp Gehrig besteht darin, Ihren Gaumen mit einem guten Wein zu erfreuen.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2017 Retzbacher Benediktusberg Grauer Burgunder Kabinett trocken

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
ausverkauft

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