Bildvorschau
1 x
13.50€*
(18.00€ /L)

2015 Zeiler Mönchshang Rieslaner Spätlese

Dr. Heigel

Am Gaumen ein grandioses Fruchtsüße-Säurespiel und eine unheimliche Länge zeigen das Potenzial dieses Zeiler Mönchshangs.

falstaff Weinguide: 89 Punkte

berlinerweintrophy-gold

Verkostung durch unseren Weinfachberater Christian Büttner:

Zu den schönsten Erinnerungen der Anfangszeit meiner Weinbegeisterung in den 1990er-Jahren gehören diverse, zu verschiedenen Anlässen verkostete edelsüße Weine dieser kostbaren, autochthon fränkischen Rebsorte. Immerhin fand sie bis in die 1950er-Jahre unter dem Namen Mainriesling Verbreitung, bevor man sich dann doch für die bis heute gängige Bezeichnung Rieslaner entschied. Der Name geht auf die beiden Elternsorten Riesling und Silvaner zurück. Dass sie sich äußerst rarmacht in Deutschlands Weingärten ist ein Umstand, von welchem ich nur ungern berichten mag. Viel lieber würde ich Gegenteiliges kolportieren. Aber wer kann es den Winzern verdenken, wenn sie eine Sorte, welche so anspruchsvoll im Anbau ist und so niedrig in den Erträgen liegt, verschmähen. Als Gegenleistung und Ausgleich für ihre Divenhaftigkeit belohnt sie jeden, der es mit ihr probiert und sie entsprechend hegt und pflegt, mit Qualitäten, welche im Extremfall sogar edelste Riesling-Kreszenzen zu toppen vermögen.

Eine im Vergleich zu vielen anderen Sorten hohe Mindestreife ist beim Rieslaner Grundvoraussetzung (wir reden von Spätleseniveau aufwärts) für gute Ergebnisse. Gelingt in besonderen Jahren eine edelsüße Variante, so handelt es sich oft um Spitzenweine, welche sogar dem Riesling den Platz auf seinem Thron streitig machen können.

Zwar handelt es sich bei diesem Rieslaner nicht um eine edelsüße Variante der Sorte, aber dafür bekommt der geneigte Genießer exemplarisch vor Augen geführt, was in der „Einstiegs-Kategorie“ rieslanertypisch ist. Wie bereits angedeutet, stellt für meinen Geschmack das Spätlese-Level den „Beginner’s Guide to Rieslaner“ dar:

Bereits die strahlende, strohgelbe Farbe mit ihren leicht grünlichen Reflexen macht neugierig auf den Wein. Im Gegensatz zu den edelsüßen Versionen mit ihren exotischen Fruchtaromen, finden wir bei unserer 2015er Spätlese eher kühle und herbe, bisweilen auch leicht in die pflanzliche Richtung gehende Aromen vor. Der Wein wirkt in der Nase fast schon pikant und die vibrierende bis rassige Rieslaner-Art ist mehr als nur angedeutet. Neben herben Rhabarber-Aromen nehme ich auch noch leicht grünliche Noten wahr, welche zum Teil „schotig“ (Kaiserschoten) erscheinen, aber auch an Limette erinnern.

Spätestens mit dem ersten Schluck wird klar, warum der Riesling-Vergleich nicht ausbleiben kann. Diese Rasse, diese vibrierende Eleganz, kennt man als Weintrinker sonst nur vom „König der weißen Rebsorten“. Die Säure wandert über Zunge und Gaumen, als ob ein Laserstrahl seine Bahn zieht. Messerscharf und präzise, aber nicht ermüdend und aggressiv, sondern animierend. Die relativ spärlichen 12 g/l Restzucker werden von der Säure (7,6 g/l) fast komplett absorbiert, so dass der Wein sensorisch fast trocken wirkt.

Gäbe es doch nur mehr Winzer, welche sich dieser fränkischen Parade-Sorte annehmen. Die Wein-Welt wäre ein besserer Ort.

Speiseempfehlung: Fisch, Käse, Kalb, Süßspeisen.

Prämierung: Berliner Weintrophy Gold

Ab 12 Flaschen von diesem Versender erhalten Sie dessen Lieferung versandkostenfrei innerhalb Deutschland!
Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt 2015 Zeiler Mönchshang Rieslaner Spätlese

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Rieslaner
Jahrgang
2015
Geschmack
halbtrocken
Terroir
Buntsandstein, Muschelkalk
Empfohlene Trinktemperatur
9 - 11°
Lage
Zeiler Mönchshang
Qualitätsstufe
Prädikatswein: Spätlese
Weinprämierung
Berliner Wein Trophy Gold
Frankenwein aus
Zeil am Main
Weingut / Anbieter / Erzeugerabfüllung Franken
Dr. Heigel
Haßfurter Straße 30
D-97475 Zeil am Main
Artikelnummer
FWL4047
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Dr. Heigel
Preis/Liter
18.00 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
7,6 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13,5%
Restzucker
12,1 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Dr. Heigel" stellt sich vor

Das Weingut „Dr. Heigel“ liegt in Zeil am Main, am östlichen Rand des Anbaugebietes Franken. Der Agrarwissenschaftler Dr. Klaus-Peter Heigel hat hier aus einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb in den vergangenen Jahrzehnten ein renommiertes Weingut aufgebaut.

Mit Rebsorten wie Riesling, Rieslaner, Silvaner, Weißburgunder, Spätburgunder und Merlot bietet das 15 Hektar große Weingut ein homogenes Angebot authentischer Frankenweine. Animierende, trockene Frankenweine und elegante, klare, edelsüße Weine finden hierbei eine wunderbare Ergänzung.

Philosophie

Niedrige Erträge schaffen die Grundlage für animierende und fruchtige Frankenweine mit einer harmonischen Struktur. Die Ernte wird selektiv ausgeführt. Die Weinberge werden naturnah und umweltschonend bearbeitet. Spritzungen erfolgen nur, wenn nötig und nicht nach festgelegtem Plan. Dabei beschränkt sich der Einsatz von Fungiziden auf ein Minimum. Zur Unterstützung der Artenvielfalt und der Förderung von Nützlingen wird der Boden in den Rebanlagen ganzjährig begrünt. Bei der Produktion der Trauben legt das Weingut größten Wert auf gesunde und reife Beeren. Damit das Ziel einer idealtypischen Traubenreife erreicht werden kann, wird neben einer vorbildlichen Laubarbeit auch der jährliche Ertrag konsequent reduziert.

Menschen

Im Weingut erfolgt die Weinerzeugung wie auch die Vermarktung der Weine stets in Teamarbeit. Hier stehen Christoph Hinderfeld, Philipp Wagner und Nina Baruschka als ausgewiesene Weinfachleute jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Die Weine

Im Weingut Dr. Heigel finden Sie eine ausgewogene Mischung der klassischen Franken-Rebsorten: Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling, Rieslaner, Weißburgunder, Merlot und Spätburgunder aus Spitzenlagen in Zeil am Main, Randersacker und Kitzingen. Der Weinbau in der Region Unterfranken hat Tradition. In Zeil gibt es den Weinbau seit dem Jahre 1018. Dabei ist der „Zeiler Mönchshang“ die Heigel'sche Monopollage. Das Amt Zeil gehörte im Mittelalter zum Einflussbereich des Bischofs von Bamberg. Ohne den in Zeil am Main gebürtigen Abt Alberich Degen wäre der für Franken heute so charakteristische, körperreiche Silvaner mit seinem dezenten Aroma undenkbar. Als 42. Abt des Zisterzienserklosters Ebrach hat Degen im Jahr 1665 die Silvanerrebe in Franken eingeführt – heute findet man die fränkische „Ursorte“ Silvaner im Weingut Dr. Heigel in unterschiedlichen Ausprägungen: vom bodenständigen Zechwein bis zum Spitzenwein mit höchsten Auszeichnungen.

Weinfachleute: Christoph Hinderfeld, Philipp Wagner, Nina Baruschka

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2015 Zeiler Mönchshang Rieslaner Spätlese

ausverkauft

Diese Weine könnten Sie auch interessieren