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2016 Cuvée rot trocken

Dr. Heigel

Ein Rotwein (Cuvée aus Dornfelder, Domina, Spätburgunder) für jeden Tag – mit feinen Aromen von Waldbeeren und dunklen Früchten.

Speiseempfehlung: Zu Rindfleisch sowie scharfer asiatischer Küche, aber auch zu Schmorgerichten.

Weitere Informationen zur Rebsorte

Domina

1927 gelang Peter Morio durch die Kreuzung der Elternsorten Blauer Portugieser und Spätburgunder die Schöpfung der roten Sorte Domina.

Mit 388 Hektar Anbaufläche (0,4 % der Gesamtfläche) spielt die Sorte zwar in Deutschland keine große Rolle, aber aus der Tatsache, dass davon 337 Hektar allein im Anbaugebiet Franken stehen, kann man ihre überragende Bedeutung für die hiesigen Winzer ablesen. Sie ist noch vor dem Spätburgunder die klare Nummer Eins unter den roten Sorten und annähernd jeder dritte rote Rebstock in Franken ist Domina.

Dornfelder

Ähnlich wie der Müller-Thurgau bei den weißen Rebsorten, legte auch der Dornfelder im 20. Jahrhundert eine unvergleichliche Erfolgsstory hin, allerdings bei den roten Sorten.

Der Dornfelder entstand aus einer 1955 in Lauffen am Neckar durchgeführten Kreuzung der Elternsorten Helfensteiner x Heroldrebe. Auch aufgrund seiner tiefdunkelroten Farbe ist er einer der beliebtesten Rotweine. Mit Aromen von Kirsche und Johannisbeeren ist er ideal für die kühlere Jahreszeit, aber auch leicht gekühlt zu gegrilltem Fleisch an einem laufen Sommerabend.

Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten roten Rebsorten weltweit. Von vielen Weinliebhabern und Experten wird die Sorte gar als Königin unter den roten Rebsorten bezeichnet. Als Spezialität und nahen Verwandten gibt es in Deutschland auch noch den Frühburgunder, welcher aber bundesweit nur auf ca. 260 Hektar angebaut wird.

Als Mutterland der Sorte gilt Frankreich, wo sie knapp 30.000 Hektar einnimmt und wahrscheinlich schon seit der Römerzeit kultiviert wird. In Deutschland ist der Spätburgunder mit knapp 11.800 Hektar (12 % der gesamten Rebfläche) die meistangebaute rote Rebsorte.

Vor allem in seinen klassischen Anbauregionen Baden und Ahr dominiert er ganz klar die Anbaustatistik. In den letzten 30 Jahren haben Deutschlands (Spitzen-)Winzer große Anstrengungen unternommen, qualitativ dem großen, strahlenden Vorbild Burgund näherzukommen.

Die Pinot-Noir-Weine von der Côte d’Or genießen Weltruf und Lagen-Namen wie Musigny, Richebourg und Chambertin (um nur einige zu nennen) zaubern ein verklärtes Lächeln in die Gesichter sämtlicher Pinot Noir-Afficionados weltweit. Leider reißen sie aber auch ein tiefes Loch in die Geldbörse ihrer Anbeter. 200 bis 300 Euro – wohlgemerkt: pro Flasche – sind bei den berühmten Grand-Cru-Lagen eher die Regel denn die Ausnahme.

Qualitativ hat sich in deutschen Landen enorm viel getan und sowohl das Verständnis für den Anbau im Weinberg (Standort, Wahl des Klons und der Unterlage, Traubenteilung etc.) als auch die Besonderheiten beim Ausbau im Keller haben sprunghaft zugenommen. So haben die besten deutschen Spätburgunder mittlerweile qualitativ enorm aufgeholt und teilweise sogar zum großen Vorbild aufschließen können. Allerdings bewegen wir uns preislich mittlerweile bei den besten Pinots aus Deutschland auch im dreistelligen Bereich (Friedrich Becker, Bernhard Huber, August Kesseler).

Zusammen mit dem Cabernet Sauvignon und dem Merlot gilt der Spätburgunder als eine der hochwertigsten roten Rebsorten überhaupt. Weltweit steht Deutschland mit seinen 11.775 Hektar Anbaufläche für Spätburgunder (Pinot Noir) auf dem dritten Platz hinter Frankreich (29.700 Hektar) und den USA (16.770 Hektar). Rund jeder dritte Stock in deutschen Rotweinanlagen ist ein Spätburgunder. National dominiert Baden beim Spätburgunder klar und stellt laut den Zahlen des Deutschen Weininstituts (DWI) aus dem Jahr 2014 mit 5.591 Hektar knapp die Hälfte der gesamten deutschen Anbaufläche für diese Rebsorte. Zweitgrößtes deutsches Anbaugebiet für die Sorte ist die Pfalz mit 1.636 Hektar vor Rheinhessen (1.439 Hektar) und Württemberg (1.300 Hektar). In Franken sind lediglich 266 Hektar mit Spätburgunder bestockt und man könnte mit Fug und Recht von einem gewissen Nischendasein sprechen.

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Datenblatt 2016 Cuvée rot trocken

Weinart
Rotwein
Rebsorte
Cuvée
Jahrgang
2016
Geschmack
trocken
Terroir
Gipskeuper gepaart mit Kalkformationen
Empfohlene Trinktemperatur
14°
Frankenwein aus
Zeil am Main
Weingut / Anbieter / Erzeugerabfüllung Franken
Dr. Heigel
Haßfurter Straße 30
D-97475 Zeil am Main
Artikelnummer
FWL4381-2016
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Dr. Heigel
Preis/Liter
10.00 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
5,6 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13,5%
Restzucker
1,3 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Dr. Heigel" stellt sich vor

Das Weingut „Dr. Heigel“ liegt in Zeil am Main, am östlichen Rand des Anbaugebietes Franken. Der Agrarwissenschaftler Dr. Klaus-Peter Heigel hat hier aus einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb in den vergangenen Jahrzehnten ein renommiertes Weingut aufgebaut.

Mit Rebsorten wie Riesling, Rieslaner, Silvaner, Weißburgunder, Spätburgunder und Merlot bietet das 15 Hektar große Weingut ein homogenes Angebot authentischer Frankenweine. Animierende, trockene Frankenweine und elegante, klare, edelsüße Weine finden hierbei eine wunderbare Ergänzung.

Philosophie

Niedrige Erträge schaffen die Grundlage für animierende und fruchtige Frankenweine mit einer harmonischen Struktur. Die Ernte wird selektiv ausgeführt. Die Weinberge werden naturnah und umweltschonend bearbeitet. Spritzungen erfolgen nur, wenn nötig und nicht nach festgelegtem Plan. Dabei beschränkt sich der Einsatz von Fungiziden auf ein Minimum. Zur Unterstützung der Artenvielfalt und der Förderung von Nützlingen wird der Boden in den Rebanlagen ganzjährig begrünt. Bei der Produktion der Trauben legt das Weingut größten Wert auf gesunde und reife Beeren. Damit das Ziel einer idealtypischen Traubenreife erreicht werden kann, wird neben einer vorbildlichen Laubarbeit auch der jährliche Ertrag konsequent reduziert.

Menschen

Im Weingut erfolgt die Weinerzeugung wie auch die Vermarktung der Weine stets in Teamarbeit. Hier stehen Christoph Hinderfeld, Philipp Wagner und Nina Baruschka als ausgewiesene Weinfachleute jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Die Weine

Im Weingut Dr. Heigel finden Sie eine ausgewogene Mischung der klassischen Franken-Rebsorten: Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling, Rieslaner, Weißburgunder, Merlot und Spätburgunder aus Spitzenlagen in Zeil am Main, Randersacker und Kitzingen. Der Weinbau in der Region Unterfranken hat Tradition. In Zeil gibt es den Weinbau seit dem Jahre 1018. Dabei ist der „Zeiler Mönchshang“ die Heigel'sche Monopollage. Das Amt Zeil gehörte im Mittelalter zum Einflussbereich des Bischofs von Bamberg. Ohne den in Zeil am Main gebürtigen Abt Alberich Degen wäre der für Franken heute so charakteristische, körperreiche Silvaner mit seinem dezenten Aroma undenkbar. Als 42. Abt des Zisterzienserklosters Ebrach hat Degen im Jahr 1665 die Silvanerrebe in Franken eingeführt – heute findet man die fränkische „Ursorte“ Silvaner im Weingut Dr. Heigel in unterschiedlichen Ausprägungen: vom bodenständigen Zechwein bis zum Spitzenwein mit höchsten Auszeichnungen.

Weinfachleute: Christoph Hinderfeld, Philipp Wagner, Nina Baruschka

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2016 Cuvée rot trocken

Nachdem ich Ihnen in letzter Zeit nicht nur einmal Rotweine jenseits der 10-Euro-Marke präsentiert habe, soll es heute wieder einmal bewusst ein alltagstauglicher roter Franke sein.
In den allermeisten Fällen haben wir es, wenn es sich nicht um reinsortige Spätburgunder- oder Domina-Weine handelt, mit Cuvées aus den gängigen roten Sorten zu tun. Exoten wie Merlot, Cabernet Dorsa oder Regent lasse ich an dieser Stelle gezielt außen vor.

Das renommierte Weingut Dr. Heigel gehört mit seiner Lage „Zeiler Mönchshang“ zu den östlichen Ausläufern des Anbaugebietes Franken. Neben seinen beiden Spitzenweinen aus dem Premium-Segment Spätburgunder „S“ und Merlot „S“ bietet es eine trockene, aber fruchtbetonte, absolut alltagstaugliche Cuvée Rot an, welche ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Sie setzt sich aus den drei in unseren Breitengraden überaus beliebten roten Sorten Dornfelder, Domina und Spätburgunder zusammen. Gießt man mit diesem Vorwissen ausgestattet einen Schluck des Weines in ein Glas, so vermag die kräftige, ins Purpurrot gehende Farbe keineswegs zu überraschen. Sowohl Dornfelder als auch Domina liefern farbintensive Rotweine. Der Spätburgunder in der Cuvée hat diesbezüglich wenig beizusteuern. Im Duft dominieren ebenfalls die „D-Sorten“. Eine kräftige Frucht mit Anklängen von Schwarzkirsche, Brombeere und dunkler Pflaume lässt keine Zweifel aufkommen, dass wir es mit einem hedonistischen Teil zu tun haben. Auch ein Hauch Rote Beete und leicht erdige sowie würzige, lakritzartige Noten schwingen im Duft mit. Somit ist der Gesamteindruck auch nicht zu vordergründig auf Frucht gebaut.

Am Gaumen präsentiert er sich trocken (1,3 g/l Restzucker) aber fruchtig charmant. Vor allem die kirschigen Noten aus der Nase setzen sich, begleitet von einer Bittermandel- und Lakritznote, im Geschmack durch. Die Tannine sind rund und geschliffen. Keine vordergründige Adstringenz trübt den Geschmackseindruck. Man kann den Wein wunderbar solo genießen aufgrund seiner harmonischen, fruchtigen und runden Art. Dennoch würde ich ihn als Speisenbegleiter nicht unterschätzen. Das Weingut selbst empfiehlt ihn zu Rindfleisch, scharfer asiatischer Küche und zu Schmorgerichten. Ich möchte mich dieser Empfehlung anschließen und diese lediglich etwas präzisieren. Probieren Sie diesen Wein doch einmal zu dem original thailändischen Rindfleischsalat „Nahm Thok“.

 

 

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
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