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Wiesenbronner Wachhügel Rieslaner Spätlese lieblich

Hüßner Thomas

Ein Spitzengewächs: aromatisch, feinfruchtig mit belebender Säure.

Speiseempfehlung: Zu Hauptgerichten, aber auch zu süßen Speisen oder als eleganter Dessertwein

Weitere Informationen zur Rebsorte

Rieslaner

Haben Sie gewusst, dass die Rebsorte Rieslaner ein fränkisches Eigengewächs ist? Sie wurde im Jahre 1921 von Oekonomierat Dr. August Ziegler an der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg aus den Elternsorten Silvaner x Riesling gekreuzt.

Leider befindet sie sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und wird bei Neupflanzungen von der fränkischen Winzerschaft so gut wie gar nicht mehr berücksichtigt. Dies liegt wahrscheinlich an seinen weinbaulichen Eigenschaften und vergleichsweise hohen Ansprüchen. Aber wie heißt es doch so schön: „Ohne Fleiß kein Preis!“.

Jeder Winzer, der es ehrlich mit der Sorte meint und sich entsprechend Mühe mit ihr gibt, wird im Zweifelsfalle reichlich belohnt. Und zwar mit hochedlen Spitzenweinen, welche es unter Umständen sogar mit „König Riesling“ aufnehmen können. Nicht umsonst wurde die Sorte bis in die 1950er-Jahre "Mainriesling" genannt.

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Datenblatt Wiesenbronner Wachhügel Rieslaner Spätlese lieblich

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Rieslaner
Jahrgang
2018
Geschmack
lieblich
Terroir
Gipskeuper
Empfohlene Trinktemperatur
7 - 10°
Lage
Wiesenbronner Wachhügel
Wein-Prädikat
Prädikatswein: Spätlese
Frankenwein aus
Wiesenbronn
Weingut / Anbieter / Erzeugerabfüllung Franken
Hüßner Thomas
Hauptstr. 52
D-97355 Wiesenbronn
Artikelnummer
FWL3787-2018
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Hüßner Thomas
Preis/Liter
10.00 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
5,9 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13,0%
Restzucker
19,2 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Hüßner Thomas" stellt sich vor

Weinbau in der dritten Generation

Familie Hüßner ist stolz darauf, ihren Weinbaubetrieb mit 1,75 ha Rebfläche nun in der dritten Generation fortführen zu können. Mit großer Freude schaut sie auf ihre Geschichte zurück. Angefangen hat alles im Jahr 1960 mit einem Stück Weinberg und Hans Hüßner, der den Betrieb aus der Taufe gehoben hat.

Als im Jahr 1993 Heinrich Hüßner (besser bekannt unter Heiner oder Opa) den Betrieb übernahm hat sich einiges geändert, sowohl im Weinberg als auch im Keller. Und seit 2013 sind Thomas und Michaela Hüßner da. Die zwei, die jetzt auch alles umkrempeln.

Da sie aber auch Kunden haben, die auch schon in der dritten Generation zu ihnen kommen, wissen sie, dass sie alles richtig gemacht haben. Und sie freuen sich, dass diese Kunden ihnen die Treue halten. Lassen auch Sie sich von den einzigartigen und individuellen Weinen der Familie überraschen und überzeugen.

Die Weine werden auf dem Höhepunkt ihrer Reife geerntet und mit viel Liebe zum Detail im Weinkeller ausgebaut.

Doch bis zur Ernte der vollmundigen Früchte ist es ein weiter Weg, der jedes Jahr aufs Neue begangen werden muss.
Los geht die ganze Sache mit dem Pflanzen der Reben, das noch mit Sorgfalt von Hand geschieht. Dann folgt zwei Jahre das Heranziehen der jungen Reben, die im dritten Jahr das erste Mal Trauben tragen.
Im Winter werden die Reben, sowohl jung als auch alt, zurückgeschnitten und niedergezogen. Dann folgt der Frühling, der mit seinen sonnigen und warmen Tagen die Reben zum Austreiben bringt. Sogleich sollten die jungen Austriebe gut gepflegt und einige Triebe ausgebrochen werden, um die ganze Kraft des Weinstocks auf wenige Triebe zu verteilen.
Es folgt das Einflechten in die Drahtanlage, Unkraut entfernen, Düngen und vieles mehr den Sommer über, bis sich dann die - voller Vorfreude erwarteten - ersten richtigen Trauben zeigen.
Dann weiß Familie Hüßner: „Mutter Natur und wir haben gute Arbeit geleistet.“

Ihre Reben wachsen am Wiesenbronner Wachhügel. Der Boden und das Wetter, bei dem es die Reben nicht immer ganz so einfach haben, bieten die optimalen Bedingungen für ihre aussagekräftigen Rebsorten. Sowohl Rot- als auch Weißwein gedeihen prächtig.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz Wiesenbronner Wachhügel Rieslaner Spätlese lieblich

Der eine oder andere unter den regelmäßigen Lesern mag vielleicht denken: Oje, schon wieder ein Rieslaner. Aber ich bekenne mich freimütig zu meiner „Schwäche“ für ausgefallene, unbekannte, seltene, vergessene oder auch unterschätzte Rebsorten.

Und um diesen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, stelle ich hier regelmäßig, um nicht zu sagen überproportional häufig, Weine aus ebensolchen Rebsorten vor. Hierzu gehören unter anderem Traminer bzw. Gewürztraminer, Blauer Silvaner, Muskateller, Tauberschwarz, Zweigelt oder auch der „Mainriesling“, heute (besser) als Rieslaner bekannt.

Familie Hüßner hat eine formidable Spätlese aus der Lage „Wiesenbronner Wachhügel“ im Programm, die ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte.

Der Wein stammt aus dem Jahrgang 2018. Wir alle erinnern uns an den heißen, trockenen Sommer, welcher im Durchschnitt zu hohen Reifegraden der Trauben führte. So ist mir beispielsweise ein trockener Rieslanerwein mit 16,5 % Vol. Alkoholgehalt begegnet. Davon ist unser „Wein der Woche“ dann doch ein ganzes Stück entfernt.

Mit 13 % Vol. Alkohol und knapp 20 g/l Restzucker haben wir es mit einer - für fränkische Verhältnisse - ganz klassischen restsüßen Spätlese zu tun. An der Mosel oder im Rheingau sieht das etwas anders aus. Dort wären der Alkoholgehalt im einstelligen Bereich und der Restzucker, je nach Jahrgang und Winzer, zwischen 50 und 100 g/l.

Im Glas zeigt die 2018er Spätlese eine wunderbar strahlende, strohgoldene Farbe. Die Nase bietet einen ganzen Früchtekorb dar. Allerdings nicht so sehr in Richtung Mango und/oder Maracuja, wie es gerne beim Rieslaner vorkommt, sondern in Richtung Agrumen/Zitrusfrüchte. Ein ganzes Potpourri aus Zitrone, Limette, Grapefruit, Pomelo, Kumquat und Tangerine bietet sich dem Riechorgan des geneigten Genießers dar.

Trotz des heißen Jahrgangs hat es der Winzer geschafft, dem Wein Rasse und aromatische Frische zu bewahren.

Dieser Eindruck setzt sich auch am Gaumen fort, wo die aus der Nase gewonnenen Eindrücke ihre Bestätigung finden. Die Spätlese von Thomas Hüßner mutet sensorisch keineswegs süß an. Vielmehr entsteht im Zusammenspiel von dezenter Restsüße und reifer Säure ein harmonischer, lebendiger Gaumenauftritt mit feinrassiger Anmutung. Geschmacklich treten vor allem gelbe und grüne Zitrusfrüchte (Limette, Zitrone, Pomelo) in Erscheinung. Begleitet wird das Ganze von feinen Bitternoten, welche an (Schalen-)Zesten der genannten Früchte erinnern. Eine wunderbare Spätlese aus einer Rebsorte, welche zu wertvoll ist, um sie dem Vergessen preis zu geben. Deswegen gilt bei mir: Rieslaner rules!

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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