
Rotwein-Cuvée
Weingut Kohles
Rotwein Cuvée aus Regent, Dornfelder und Spätburgunder – ein easy-drinking Rotwein, der mild und samtig daherkommt, begleitet von einer dezenten Restsüße.
Speiseempfehlung: Pizza, Pasta, Rindfleisch, Sauerbraten, Wild.
Weitere Informationen zur Rebsorte
Regent
Die Sorte Regent wurde 1967 von Professor Alleweldt am Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof (Siebeldingen/Südpfalz) aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin gekreuzt.
Mit mehr als 10 % Anteil an der fränkischen Rotweinfläche gehört der Regent durchaus zu den wichtigen Rebsorten in Franken.
Die Widerstandskraft gegen Pilzkrankheiten stammt hierbei von der französischen Sorte Chambourcin. 1996 erfolgte die offizielle Zulassung für die Qualitätsweinproduktion und von ursprünglich elf Hektar im Zulassungsjahr wuchs die Anbaufläche rasch auf den heutigen Stand von 2.050 Hektar (2 % der gesamtdeutschen Rebfläche). Davon entfallen 140 Hektar auf das Anbaugebiet Franken.
Neben den oben angeführten positiven Anbaueigenschaften überzeugt die Sorte aber auch durch eine hohe Weinqualität. Sie ergibt in guten Jahren tiefdunkle, kräftige Rotweine mit ausgeprägtem Beerenduft. Potentiell liefert sie, entsprechende Ertragsreduzierung und gekonnter Ausbau im Barrique / Holzfass vorausgesetzt, qualitativ hochwertige Rotweine.
Dornfelder
Ähnlich wie der Müller-Thurgau bei den weißen Rebsorten, legte auch der Dornfelder im 20. Jahrhundert eine unvergleichliche Erfolgsstory hin, allerdings bei den roten Sorten.
Der Dornfelder entstand aus einer 1955 in Lauffen am Neckar durchgeführten Kreuzung der Elternsorten Helfensteiner x Heroldrebe. Auch aufgrund seiner tiefdunkelroten Farbe ist er einer der beliebtesten Rotweine. Mit Aromen von Kirsche und Johannisbeeren ist er ideal für die kühlere Jahreszeit, aber auch leicht gekühlt zu gegrilltem Fleisch an einem laufen Sommerabend.
Cuvée
Der Ausdruck Cuvée ist in Europa nicht einheitlich geregelt. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters.
Während im französischen Sprachgebrauch jeder separat abgefüllte Wein eines Weingutes eine Cuvée ist, wird die Cuvée in Deutschland mit einem "Verschnitt" gleichgesetzt. Hierbei ist in der Regel das gemeinsame Keltern oder auch das Vergären von verschiedenen Rebsorten zur Herstellung von Wein gemeint.
Während man früher oft von "panschen" beim Cuvée gesprochen hat, wird dies heute als große Kunst der Kellermeister angesehen, die eine optimale Balance für ihr Produkt finden wollen.
Spätburgunder
Der Blaue Spätburgunder, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten roten Rebsorten weltweit. Von vielen Weinliebhabern und Experten wird die Sorte gar als Königin unter den roten Rebsorten bezeichnet. Als Spezialität und nahen Verwandten gibt es in Deutschland auch noch den Frühburgunder, welcher aber bundesweit nur auf ca. 260 Hektar angebaut wird.
Als Mutterland der Sorte gilt Frankreich, wo sie knapp 30.000 Hektar einnimmt und wahrscheinlich schon seit der Römerzeit kultiviert wird. In Deutschland ist der Spätburgunder mit knapp 11.800 Hektar (12 % der gesamten Rebfläche) die meistangebaute rote Rebsorte.
Vor allem in seinen klassischen Anbauregionen Baden und Ahr dominiert er ganz klar die Anbaustatistik. In den letzten 30 Jahren haben Deutschlands (Spitzen-)Winzer große Anstrengungen unternommen, qualitativ dem großen, strahlenden Vorbild Burgund näherzukommen.
Die Pinot-Noir-Weine von der Côte d’Or genießen Weltruf und Lagen-Namen wie Musigny, Richebourg und Chambertin (um nur einige zu nennen) zaubern ein verklärtes Lächeln in die Gesichter sämtlicher Pinot Noir-Afficionados weltweit. Leider reißen sie aber auch ein tiefes Loch in die Geldbörse ihrer Anbeter. 200 bis 300 Euro – wohlgemerkt: pro Flasche – sind bei den berühmten Grand-Cru-Lagen eher die Regel denn die Ausnahme.
Qualitativ hat sich in deutschen Landen enorm viel getan und sowohl das Verständnis für den Anbau im Weinberg (Standort, Wahl des Klons und der Unterlage, Traubenteilung etc.) als auch die Besonderheiten beim Ausbau im Keller haben sprunghaft zugenommen. So haben die besten deutschen Spätburgunder mittlerweile qualitativ enorm aufgeholt und teilweise sogar zum großen Vorbild aufschließen können. Allerdings bewegen wir uns preislich mittlerweile bei den besten Pinots aus Deutschland auch im dreistelligen Bereich (Friedrich Becker, Bernhard Huber, August Kesseler).
Zusammen mit dem Cabernet Sauvignon und dem Merlot gilt der Spätburgunder als eine der hochwertigsten roten Rebsorten überhaupt. Weltweit steht Deutschland mit seinen 11.775 Hektar Anbaufläche für Spätburgunder (Pinot Noir) auf dem dritten Platz hinter Frankreich (29.700 Hektar) und den USA (16.770 Hektar). Rund jeder dritte Stock in deutschen Rotweinanlagen ist ein Spätburgunder. National dominiert Baden beim Spätburgunder klar und stellt laut den Zahlen des Deutschen Weininstituts (DWI) aus dem Jahr 2014 mit 5.591 Hektar knapp die Hälfte der gesamten deutschen Anbaufläche für diese Rebsorte. Zweitgrößtes deutsches Anbaugebiet für die Sorte ist die Pfalz mit 1.636 Hektar vor Rheinhessen (1.439 Hektar) und Württemberg (1.300 Hektar). In Franken sind lediglich 266 Hektar mit Spätburgunder bestockt und man könnte mit Fug und Recht von einem gewissen Nischendasein sprechen.
Datenblatt Rotwein-Cuvée
Das Weingut "Weingut Kohles" stellt sich vor
Verkostungsnotiz Rotwein-Cuvée
„Halt a Mal“
Wir sind noch mitten im Winter. Auch wenn der Schnee mal wieder nur noch auf YouTube in den animierten Hintergründen zu spüren ist, wird einem doch warm ums Herz, wenn man zum Rotwein greifen kann.
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Rotwein kann - und das auch gerne - gereift und im Holzfass ausgebaut sein und Spätburgunder heißen, aber jeden Tag die edlen Stücke, ist dann ja auch nicht immer die passende Wahl.
Oft gibt es so Abende, da möchte man einfach relaxen und ohne viel nachzudenken ein Schlückchen Rotwein genießen. Da kommt die Pulle aus Prichsenstadt gerade richtig.
Der 2019er Rotwein verspricht schon mal angenehme Reife und somit auch eingebundene Tannine.
Das Weingut Kohles hat speziell in dem Fall auf zwei robuste und fruchtbetonte Neuzüchtungen zurückgegriffen: DORNFELDER und REGENT.
Die Farbe ist dunkelrot - fast schwarz. Die Nase lässt Waldfrüchte samt den dazugehörigen Wald erahnen. Brombeeren und dezente Laubaromen erinnern einen noch ein wenig an den vergangenen Herbst. Eine angenehme Kühle im Glas macht sich breit.
Auf der Zunge paaren sich dann neben den roten Beeren ebenfalls ein paar harzige Aromen. Was soll ich sagen: Wald halt.
Nimmt man den nächsten Schluck wird der Wein nicht nur wärmer im Glas, sondern auch wärmer im Abgang. Hier und da verströmt dieser Wein dann noch ein paar florale Spätherbstdüfte.
Der Wein besticht durch seine Leichtigkeit, was natürlich auch dem niedrigen Alkoholwert geschuldet ist.
Mein TIPP: Käseplatte mit herzhaftem Käse, gereiften Käsen und unbedingt Tessiner Feigensenf dazu.
Getrocknete Pflaumen oder Datteln im Speckmantel kann ich mir auch sehr gut vorstellen.
Man könnte den Wein auch direkt mit roten Zwiebeln und Honig in einer Pfanne einköcheln lassen. Somit hätte man dann eine nahezu perfekte Harmonie.
Der Wein hält was er verspricht. Leicht und ohne viel Schnickschnack – dafür ehrlich und unkompliziert.
Vinophile Grüße, euer Marco Weber
