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Sekt Pinot extra brut

Laufer Dieter

Richtig trocken, dazu eine verspielte Cremigkeit und der feine Duft frischer Früchte.

Deutscher Sekt b.A. Franken

A.P.Nummer 4360-018-19

Rebsorte: Weißburgunder und Chardonnay

Traditionelle Flaschengärung

Versektet in: D-97082 Würzburg

Weitere Informationen zur Rebsorte

Weißburgunder

Er gehört zwar nicht zu den weitverbreiteten Varietäten in Franken, aber seine Stellung als besonders wertvolle Ergänzungssorte dürfte von den wenigsten Weinkennern angezweifelt werden. So mag es auch kaum verwundern, dass sein Flächenanteil langsam aber doch stetig zunimmt.

Waren es im Jahr 2000 noch bescheidene 0,7 %, so liegen wir heute bereits bei 3,2 %. Somit hat sich sein Flächenanteil in Franken binnen 18 Jahren mehr als vervierfacht und er marschiert stramm auf die Marke von 200 Hektar Anbaufläche (in Franken) zu. Daneben findet die Sorte innerhalb Deutschlands noch besonders in der Pfalz und Rheinhessen Verbreitung.

Gleichwohl gehört er zu den klassischen Sorten, ist doch sein Anbau spätestens seit dem 14. Jahrhundert belegt. Innerhalb Europas wird er auch in Italien (Pinot Bianco), Österreich, der Schweiz und Liechtenstein angebaut. In Frankreich, seiner vermuteten Heimat, findet man ihn im Elsass und, man höre und staune, sogar in der Champagne, wo er aber lediglich auf ca. 80 Hektar angebaut wird und somit faktisch keine Bedeutung (mehr) hat.

Lange galt die Sorte als identisch mit dem „Weltenbürger“ Chardonnay und der Rebsorten-Spezialität Auxerrois. Dieser Ähnlichkeit verdankt die älteste, 1954 gepflanzte Chardonnay-Anlage Deutschlands ihre Existenz. Da nach dem Krieg deutsche Rebschulen kaum die Nachfrage nach Weißburgunder-Reben befriedigen konnten, kamen die Setzlinge aus Frankreich. Erst viele Jahre später wurde der Irrtum bemerkt, denn es handelte sich um die in Deutschland damals noch nicht zugelassene Rebsorte Chardonnay.

Genauso wie der Grauburgunder ist der Weiße Burgunder als natürliche Mutation aus dem Blauen Spätburgunder (Pinot Noir) hervorgegangen, bzw. der Grauburgunder ist als Zwischenstufe der Entwicklung vom Blauen Spätburgunder hin zum Weißburgunder anzusehen.

Im Wesentlichen lassen sich zwei Grundtypen unterscheiden: der fruchtige, im Stahltank ausgebaute Typus und der kräftige, holzfassgereifte Typus mit mehr oder weniger deutlich ausgeprägten Röstaromen vom Holzfass.

Chardonnay oder: „Gehören auch Sie zu den ABC-Trinkern?“

„Anything but Chardonnay“, dieser Slogan stammt aus den 1990er Jahren, als die Rebsorte Chardonnay vor allem in den USA groß in Mode war und viele alkoholreiche und deutlich vom Ausbau im neuen Barrique geprägte Weine produziert wurden.

Der hohe Alkoholgehalt (14,5 % vol. waren eher die Regel denn die Ausnahme) in Verbindung mit den oft penetranten, weinfremden Noten von Vanille, Butterscotch und Toffee machten nicht unbedingt Lust auf den zweiten Schluck. Viele Weintrinker sehnten sich nach feineren, eleganteren Aromen und trinkfreudigeren, schlankeren Weinen. So kam es, dass das immer größer werdende Heer der „Eleganztrinker“ beim Restaurantbesuch dem nahenden Sommelier ein einmütiges „Anything but Chardonnay“ vor die Kellnerschürze knallte.

Doch seitdem sind über 20 Jahre vergangen und alle noch von damals „traumatisierten“ „ABC-Trinker“ sollten angesichts der großen Auswahl eleganter, sogenannter „unoaked“ Chardonnays kuriert sein. Das war nämlich auch so ein Trend bzw. eine Gegenbewegung zu den barriqueausgebauten Wuchtbrummen. Immer mehr Winzer bauten ihren Chardonnay reduktiv im Stahltank aus und taten dies fröhlich auf dem Etikett kund: „Unoaked Chardonnay“. Der Mensch schwankt nun einmal gerne zwischen den Extremen. Im Burgund, der Urheimat der Sorte, welche die besten und auch teuersten Vertreter der Sorte hervorbringt, ist der Ausbau im Barrique, egal ob neues oder gebrauchtes, obligatorisch. Nur schmeckt man dort wenig bis gar nichts vom Holzeinsatz. Das liegt aber auch an der jahrhundertelangen Erfahrung mit der Sorte. Auch darf man nicht vergessen, dass der Chardonnay dort, bis auf ganz wenige, mengenmäßig zu vernachlässigende Ausnahmen, die einzige weiße Sorte ist.

Zusammen mit dem Riesling gilt der Chardonnay als eine der weltweit hochwertigsten weißen Rebsorten. Mit über 170.000 Hektar Anbaufläche rangiert er auf Platz 3 unter den weltweit am meisten angebauten weißen Sorten. In Deutschland ist er seit 1994 offiziell für den Anbau zugelassen und wird, mit steigender Tendenz, mittlerweile auf 1.600 Hektar angebaut. Allerdings entfallen hiervon gerade einmal 15 Hektar auf das Anbaugebiet Franken.

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Datenblatt Sekt Pinot extra brut

Weinart
Sekt & Secco
Rebsorte
Cuvée
Jahrgang
2017
Geschmack
extra brut
Wein-Prädikat
Deutscher Sekt b. A.
Frankenwein aus
Lisberg
Weingut / Anbieter / Hersteller
Laufer Dieter
Burg 2
D-96170 Lisberg
Artikelnummer
FWL4138-18
Lieferzeit
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Versand durch
Laufer Dieter
Preis/Liter
16.67 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Alkoholgehalt (vol.)
12,0%
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Laufer Dieter" stellt sich vor

Das Weingut Dieter Laufer ist in einem 300 Jahre alten Schloss in Bimbach bei Prichsenstadt beheimatet. In dessen historischem Kreuzgewölbekeller werden die Weine mit viel Liebe und Leidenschaft ausgebaut.

Die Familie Laufer wohnt allerdings seit etwa dreißig Jahren auf der Burg Lisberg bei Bamberg.

Die Weinberge dieses relativ jungen Familienweingutes erstrecken sich von den Ausläufern der Haßberge (Unterhaid), über den Steigerwald (Wiebelsberg, Kammerforst) bis an die Mainschleife (Sommerach). Das Weingut nutzt die verschiedenen Lagen, um seinen Weinen die Eigenschaften und einzigartigen Noten ihrer jeweiligen Gesteinsschichten mitzugeben. Ein gut geschulter Gaumen kann hier in den Weinen die Prägung durch den Muschelkalk oder den Keuper erkennen. Das ist auch das Besondere von diesem Weingut in Franken - das variierende Terroir, vom Main über den Steigerwald bis zum östlichsten Weinanbaugebiet Frankens - ein Weinberg im Landkreis Bamberg.

Die sorgsame Pflege der Rebstöcke, der bewusste Umgang mit der Natur, ein schonender Umgang mit den Weintrauben und viel Liebe zum Wein -  das alles ist für die Familie Laufer selbstverständlich.

Der Humus- und Nährstoffgehalt in den Weinbergen wird größtenteils durch Begrünung und Düngung mit organischen Substanzen, wie Kompost und Einsaaten wurzelintensiver Zwischenfrüchte, im Gleichgewicht gehalten. Diese natürliche Düngung schafft Lebensraum für viele Nützlinge, regelt den Wasserhaushalt und ist die Grundlage für Top-Qualitäten.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz Sekt Pinot extra brut

Wussten Sie, dass Deutschland beim Schaumweinkonsum absolute Weltspitze ist? In keinem anderen Land der Welt wird mehr Sekt, Champagner, Cava, Prosecco oder, was auch immer noch zur Kategorie der Schaumweine zählt, getrunken. Auf den Plätzen folgen Länder wie Frankreich, Russland, Italien und die USA.

Allerdings wird auch nirgendwo so billig getrunken. Erschreckenderweise liegt der Durchschnittspreis pro verkaufter Flasche Sekt unter 4 Euro. Und darin ist wohlgemerkt die anno 1902 durch Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung der Kriegsflotte eingeführte Sektsteuer enthalten. Und diese beträgt immerhin 1,02 Euro pro 0,75-Liter-Flasche.

Der überwältigende Anteil der jährlich über 300 Millionen produzierten Flaschen Sekt stammt aus den Großkellereien Rotkäppchen, Freixenet und Henkell.

Doch es gibt wie so oft im Leben auch noch eine andere Seite. In unserem Fall diejenige der handwerklich in Kleinauflagen von wenigen Hundert oder wenigen Tausend Flaschen produzierten Winzersekte. Aus hervorragenden Grundweinen gewonnen und nach traditioneller Methode flaschenvergoren und meist mit deutlich längerem Hefelager versehen als die gesetzlich vorgeschriebenen 9 Monate. Oft handelt es sich um sehr eigenständige, charakterstarke, jedem Supermarkt-Sekt haushoch überlegene Individualisten.

Solch ein charaktervolles Unikat möchte ich Ihnen heute vorstellen. Das Weingut Laufer produziert seit einigen Jahren einen ganz speziellen, besonders trockenen Sekt aus Burgundersorten. Deshalb die Bezeichnung „Pinot“ auf dem Etikett. In diesem Fall steht dieser Begriff für die Rebsorten Weißburgunder (Pinot Blanc) und Chardonnay, beides Mitglieder der Burgunderfamilie. Die Trauben für den Grundwein sind in der Monopollage „Bimbacher Schlossgarten“ gewachsen und geben dem Sekt eine Lagenprägung mit auf den Weg, welche keineswegs selbstverständlich ist. Doch dazu mehr an entsprechender Stelle meiner Kostnotiz.

Glanzhelles, strahlendes Strohgelb in der Farbe. Ganz feine, nur dezent fruchtige Nase mit burgundertypischen Anklängen von Apfel und Zitrus. Aber auch etwas Birne scheint auf mit zunehmender Belüftung und Erwärmung im Glas. Sehr frischer Eindruck, auch etwas Grünes, Vegetabiles kommt zum Vorschein.

Am Gaumen dann sehr feines Mousseux. Sehr feine Säure mit geschmacklichem Eindruck von (Salz-)Zitrone. Mit 12 % Vol. Alkohol angenehm schlank, aber trotzdem große Persistenz am Gaumen. Im Nachhall kommt dann die Lagencharakteristik zum Tragen. Auch die Stillweine aus dieser Lage weisen diese typischen Noten auf: mineralisch-erdige Eindrücke von Lehm, nassem Ton und eine zarte Salmiaknote. Top-Grundweine, fast zwei Jahre Hefelager, ganz niedrige Dosage: fränkisches Sekt-Handwerk vom Feinsten. Somit steht dem gelungenen Feiertags-Aperitif nichts mehr im Wege. Die Sektschalen können dennoch im Schrank bleiben. Am besten, Sie verwenden ein gutes, relativ dünnwandiges Weißweinglas. Darin kann dieser hochklassige Sekt seine Stärken voll ausspielen.

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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