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Müller-Thurgau Kabinett trocken

Meyer Frank

Dieser Müller-Thurgau ist sehr fruchtig mit Aromen von Apfel und Zitrone. Ein vielseitiger Speisenbegleiter.

Weitere Informationen zur Rebsorte

Müller-Thurgau

O.k., die Sorte ist nicht gerade en vogue. Im Gegenteil: der einstmals geliebte Sohn wurde von seinen Eltern, den Winzern, verstoßen.

Der Flächenanteil sank seit Mitte der 1990er-Jahre von weit über 50% auf heute 27%. Wenn der Trend weiter so anhält ist in wenigen Jahren der Silvaner wieder die Nummer 1 in fränkischen Weingärten. Das ist im Prinzip auch zu begrüßen. Aber woher kommt dieser dramatische Wandel vom einstmaligen Liebling zum Stiefkind?

Der Müller-Thurgau galt schon immer als Brot-und-Butter-Sorte, nicht geeignet für höhere Qualitäten. Das ist im Prinzip auch richtig. Aber wenn nicht gerade Erträge von 200 Hektoliter pro Hektar geerntet werden und der Winzer sich Mühe gibt, sind durchaus hochanständige Weine möglich.

Ein erster Vorstoß in diese Richtung war vor knapp 20 Jahren die Gründung der Winzervereinigung Frank & Frei. Man war angetreten, das ramponierte Image der Sorte aufzupolieren und keltert bis heute vorbildliche, fruchtig-frische Müller-Thurgau-Weine.

Doch ist der Ruf erst ruiniert …

Selbst das große „100 Jahre Müller-Thurgau-Jubiläum“ in 2013 hat wenig bewirken können in unseren Augen. Immerhin wurde damals die erste Müller-Thurgau-Anlage Deutschlands in Franken gepflanzt. Die Sorte ist besser als ihr Ruf und verdient mehr Aufmerksamkeit.

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Datenblatt Müller-Thurgau Kabinett trocken

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Müller-Thurgau
Jahrgang
2018
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk
Empfohlene Trinktemperatur
8 - 10°
Wein-Prädikat
Prädikatswein: Kabinett
Frankenwein aus
Winterhausen
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Meyer Frank
Heidingsfelder Straße 6
D-97286 Winterhausen
Artikelnummer
FWL4259-2018
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Versand durch
Meyer Frank
Preis/Liter
4.20 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
1000ml
Säuregehalt
5,9 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
11,0%
Restzucker
2,8 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Meyer Frank" stellt sich vor

Winterhausen am Main, etwa 15 km südlich von Würzburg gelegen, hat eine uralte Weinbautradition, deren Ursprung möglicherweise in das 8. Jahrhundert n. Chr. zu datieren ist. In dieser Zeit sollen Benediktinermönche im Frankenland den ersten Rebstock gepflanzt haben.

Schon früh wurde der Wein aus Winterhausen als „ausgewogen", „besonnen", „fest im Charakter" geschätzt, als von einer etwas herberen Qualität, die aber von einem vorzüglichen kräftigen Bukett begleitet wird.

Mitbestimmend dafür ist sicher die geologische Struktur des kalkhaltigen Bodens mit lehmig-toniger Deckschicht. Die Geschichte dieses schon sehr früh von sesshaften Gruppen bewohnten Raumes gibt interessante Einblicke in die Entwicklung der mainfränkischen Gebiete.

Im Jahre 1823 konnte Winterhausen eine bestockte Rebfläche von stattlichen 626 Morgen in Hanglage und weiteren 126 Morgen in der Ebene aufweisen. Aber schon 80 Jahre später veränderte sich die Situation radikal: Eine Pilzkrankheit vernichtete die Rebenbestände fast völlig. Zwangsläufig wurde die Erwerbsstruktur weitgehend auf Landbau und Viehhaltung umgestellt, was bei der Enge der Häcker-Anwesen vielerorts erhebliche Raumnöte aufwarf.

Im Rahmen der Flurbereinigung konnte jetzt wieder an die Tradition im Weinbau angeknüpft werden. Eine großzügige Weinbergsneuanlage von 12 ha entstand. Die letzte Rebe wurde Anfang Juni 1983 gepflanzt. Bemerkenswert an dieser Anlage ist die außerordentliche harmonische Einbettung in die Landschaftskulisse. Sie grenzt beidseitig an Waldflächen und wird im Norden durch eine Windschutzpflanzung gedeckt.

Seit dieser Zeit hat Familie Meyer ihre seit Generationen betriebene Landwirtschaft fast ganz auf Wein- und Obstbau spezialisiert. Zurzeit werden 3,1 ha mit Müller-Thurgau, Bacchus, Silvaner, Kerner, Domina, Acolon und Schwarzriesling bewirtschaftet.

Die Winzer von Winterhausen wählten als Lagenamen "Kaiser Wilhelm", da die neu gepflanzte Rebfläche direkt an das Landschaftsschutzgebiet "Wilhelmshöhe" angrenzt. Das heutige Landschaftsschutzgebiet erhielt im Jahre 1897, zum Gedächtnis des 100. Geburtstages von Kaiser Wilhelm I, die offizielle Bezeichnung "Kaiser Wilhelmshöhe".

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz Müller-Thurgau Kabinett trocken

Sollten Sie hier regelmäßig mitlesen, so fragen Sie sich möglicherweise gerade, ob es denn schon wieder ein Müller-Thurgau sein muss, den ich hier und heute vorstelle. Es muss natürlich nicht, die Auswahl an Alternativen ist groß. Aber andererseits, so möchte ich zu bedenken geben: Der Müller-Thurgau ist nach wie vor die meistangebaute Sorte in Franken.

Abgesehen davon, dass der Wein natürlich gut ist, sonst würde ich ihn nur schwerlich hier vorstellen, sind es zwei Dinge, welche mich in meiner dieswöchigen Auswahl bestärkt haben. Erstens der überaus günstige Preis und zweitens der vergleichsweise niedrige Alkoholgehalt von 11% vol. Alkohol. Da musste man als Winzer in einem „Hitzejahr“ wie 2018 die Weinberge und die Traubenreife schon genau im Auge behalten und rechtzeitig, in diesem Fall wahrscheinlich sehr früh, lesen, um zu hohe Alkoholgrade zu verhindern. Und trotzdem weist der Wein keine grünen, unreifen Aromen auf.

Was mir darüber hinaus noch besonders gut an dem 2018er Müller-Thurgau aus der Literflasche gefällt, ist seine kompromisslos (fränkisch) trockene Art (2,8 g/l Restzucker).

Schon die hellgelbe Strohfarbe mit ihren leichten Grünreflexen deutet auf einen jugendlichen, eher leichten Wein hin.

In der Nase zeigt er eine wunderbar knackig frische Apfelfrucht mit frischen, zitrusfruchtigen Einsprengseln. Über all dem liegt eine feine, muskatartige Würze, wie man sie von einem typischen Müller durchaus erwartet.

Am Gaumen finden sich die apfeligen und zitronigen Komponenten aus der Nase auch im Geschmack wieder. Die Säure verleiht dem Wein Spiel und Frische, ohne aggressiv in Erscheinung zu treten. Durch seine absolut trockene Art und leicht phenolischen Komponenten wirkt er animierend und regt den Appetit ungemein an. Genau so stelle ich mir einen Brot-und-Butter-Wein vor. Da muss man nicht lange überlegen, ob man eine Flasche aus dem Keller holt, da nicht gleich ein Loch ins Portemonnaie gerissen wird. Es handelt sich um einen herrlich frischen Schoppenwein, der aber auch trefflich verschiedenste Speisen begleiten kann. So wäre er zur Vesperplatte oder zum Obazdn genauso wie zum Wiener Schnitzel oder gebratenem Fisch eine sichere Bank.

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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