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2016 Rödelseer Schwanleite Spätburgunder trocken

Popp Ernst

Schwarze Johannisbeere, sehr aromatisch und frisch.

Speiseempfehlung: Rumpsteaks sind herzlich willkommen.

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Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt 2016 Rödelseer Schwanleite Spätburgunder trocken

Weinart
Rotwein
Rebsorte
Spätburgunder
Jahrgang
2016
Geschmack
trocken
Terroir
Keuper
Empfohlene Trinktemperatur
14°
Lage
Rödelseer Schwanleite
Frankenwein aus
Iphofen
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Popp Ernst
Rödelseer Str. 14
D-97346 Iphofen
Artikelnummer
FWL4686-2016-624
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Popp Ernst
Preis/Liter
13.20 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
4,8 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13%
Restzucker
1,6 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Popp Ernst" stellt sich vor

Das 1878 gegründete Weingut der Familie Popp liegt am Fuße des Iphöfer Kronsberges und gehört eher zu den stillen Vertretern seiner Zunft. Die zahlreichen, auch internationalen Prämierungserfolge sprechen allerdings für das hohe Qualitätsniveau der Weine.

So errang eine 2012er Riesling Auslese von der Grand-Cru-Lage Julius-Echter-Berg erst kürzlich bei „best of riesling 2014“, dem größten Riesling-Wettbewerb der Welt, einen 1. Platz. Unter 1574 angestellten Weinen belegte er in der prestigeträchtigen Kategorie „Edelsüß“ den vordersten Rang.

Dass die Weine auch ein gutes Lagerpotential haben, bewies letztes Jahr eine im Freundeskreis getrunkene Flasche Silvaner „Cabinet“ aus dem Jahrgang 1970. Der Wein zeigte kaum Reifenoten im Glas und präsentierte sich unfassbar frisch mit klaren Fruchtaromen. Kaum jemand in der Runde hatte den Wein für älter als 6 bis 7 Jahre gehalten. Ein wirklich denkwürdiges Weinerlebnis!

Der Focus im Anbau liegt beim Weingut Ernst Popp ganz klar auf den fränkischen Klassikern Silvaner (40 % Flächenanteil), Müller-Thurgau und Riesling. Daneben spielen die Burgundersorten (Weiß-, Grau-, Spätburgunder und Portugieser) eine wichtige Rolle.

Die Rebsorte für diesen Wein gehört zu den großen Unbekannten in der Welt der Weine. Obwohl sie viel zum Prestige des Champagners beiträgt, ist sie eher unbekannt bzw. wird als mittelmäßig eingestuft - zu Unrecht, wie ich finde. In Frankreich heißt die Sorte Pinot Meunier und macht neben Chardonnay und Spätburgunder (Pinot Noir) ca. 1/3 der Cuvée für fast alle jahrgangslosen Champagner aus.

In Deutschland wird die „Müllerrebe“ auf gut 2.000 Hektar (2 % der gesamten Rebfläche) angebaut und gehört damit zu den Ergänzungssorten. Ihr Nachteil ist, dass die Beeren nicht viel Farbstoff besitzen und eher hellrote und elegante Rotweine ergeben. Dies ist allerdings nur von Nachteil, wenn man kräftige und farbstarke Rotweine liebt. Für Anhänger eleganter und trinkfreudiger Rotweine kann die Sorte eine echte Offenbarung sein.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2016 Rödelseer Schwanleite Spätburgunder trocken

„Miles wants more.“ So könnte das Motto für den heute von mir vorgestellten Wein lauten. Sie wissen nicht, wer Miles ist? Wer hier regelmäßig mitliest, weiß es schon oder ahnt es zumindest. Miles ist einer der beiden Hauptcharaktere in dem amerikanischen Spielfilm „Sideways“. Das Thema Wein spielt eine nicht unbedeutende Rolle in diesem Film, neben anderen großen Menschheitsthemen wie Liebe, Treue und Eifersucht. Miles ist Lehrer für englische Literatur und als feingeistiger Mensch bevorzugt er elegante Tropfen. Sein Lieblingswein ist Pinot Noir, zu Deutsch Spätburgunder. Legendär ist, zumindest in meinen Augen, die Szene im Film, in der er seine Abneigung gegenüber der Rebsorte Merlot zum Ausdruck bringt. Ich zitiere diesmal bewusst nicht. Sollten Sie den Film nicht kennen, so fühlen Sie sich ermuntert, dies nachzuholen. Ich bin mir jedenfalls einigermaßen sicher, dass jener Miles seine helle Freude an unserem „Wein der Woche“ hätte.

Was Winzerfamilie Popp mit Ihrem „2016er Spätburgunder trocken“ aus der Lage „Rödelseer Schwanleite“ ins Glas gezaubert hat, entspricht ziemlich genau meiner Idealvorstellung eines Spätburgunders mit wenig oder gar keinem Holzeinfluss. Was ich nicht mag, ist der „klassische“ deutsche Spätburgunder, wie man ihn bis vor ca. 30 Jahren in der Breite gepflegt hat und es heute leider teilweise immer noch tut: extrem helle Farbe, Erdbeerfrucht und Mandelton in der Nase, dünn und kratzig am Gaumen.

Davon ist die Popp`sche Variante aber zum Glück meilenweit entfernt. Die Farbe ist von durchscheinenden Granatrot und durchaus burgundertypisch. Die Nase stellt mit ihrer reintönigen, äußerst verführerischen Frucht fast schon eine Art Versuchung dar. Zu Anfang dominieren ganz klar fruchtige Akzente, welche an Johannisbeere erinnern. Um genau zu sein an „Crème de Cassis“. Um diesen konzentrierten, „süßen“ Fruchtkern herum, gruppieren sich würzige, an Tabak und Lorbeer und Piment erinnernde Noten. Das ist von der Anmutung her fein und elegant.

Und genau so geht es schließlich auch am Gaumen weiter: fein und elegant. Die Tannine sind ultrafein und samtig. Handelte es sich um eine Schokolade, wäre zartschmelzend genau der richtige Ausdruck. Der „süßliche“ Eindruck aus der Nase findet sich am Gaumen nicht wieder. Und das ist gut so. Das zeichnet nämlich meiner Ansicht nach einen sehr guten Spätburgunder aus. Eine verführerische, elegante Nase mit „süßem“ Fruchtkern, aber am Gaumen trocken und mit „säuerlichem“ Geschmacksbild. So mag es auch nicht verwundern, dass unser 2016er Spätburgunder im Geschmack mit einer herrlichen Sauerkirschnote nebst an den Kern der besagten Frucht erinnernder Note (quasi flüssiger Kirschkern) aufwartet.
Wenn ich mir ansehe, was ich in der Heimatregion der Rebsorte (Burgund) für einen knappen Zehner bekomme, dann schenke ich glücklich noch einen kräftigen Schluck nach und freue mich über die weiteren Flaschen im Keller. Mehr fällt mir jetzt augenblicklich auch nicht ein. Miles, übernehmen Sie!

Speiseempfehlung: Rumpsteaks sind herzlich willkommen.

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
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