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2018 Röttinger Feuerstein Tauberschwarz trocken

Weingut Poth

Autochthone Rebe, traditionelle Maischegärung, rubinrot, schwarze Johannisbeere. Am Gaumen präsentiert er sich leicht mit schöner Brombeerfrucht und ansprechenden Gerbstoffen.

Speiseempfehlung: Leichte Geflügelgerichte, aber auch deftige Brotzeit, Pasta, Pizza und mediterrane Küche.

Weitere Informationen zur Rebsorte

Tauberschwarz

Galt die Rebsorte Tauberschwarz noch bis 1959 als ausgestorben, so lässt sich heute konstatieren, dass sich der „Patient“ eindeutig auf dem Weg der Besserung befindet.

Immerhin auf 12 Hektar wird die autochthone Sorte aktuell wieder angebaut. Noch im 19. Jahrhundert, zur Zeit der flächenmäßig größten Ausdehnung des Weinbaus im Taubertal, war der Tauberschwarz neben Gutedel und Silvaner eine der wichtigsten Rebsorten in der Region. Erst nachdem im Jahr 1960 in einem Weinberg in Ebertsbronn im Vorbachtal die letzten verbliebenen Rebstöcke (wieder-) entdeckt wurden, konnte die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Anbautradition fortgesetzt werden. Durch züchterische Auslese fand eine Wiederbelebung durch die staatliche Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg mit ihrer Außenstelle in Lauda statt.

Das Anbaugebiet des Tauberschwarz erstreckt sich, wie der Name bereits impliziert, entlang der Tauber vom fränkischen Röttingen über Weikersheim in Württemberg bis nach Lauda-Königshofen und Beckstein im Badischen

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Datenblatt 2018 Röttinger Feuerstein Tauberschwarz trocken

Weinart
Rotwein
Rebsorte
Tauberschwarz
Jahrgang
2018
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk, Südhang, Steillage
Empfohlene Trinktemperatur
14 - 16°
Lage
Röttinger Feuerstein
Qualitätsstufe
Deutscher Qualitätswein (QbA)
Frankenwein aus
Röttingen
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Weingut Poth
Würzburger Straße 3
D-97285 Röttingen
Artikelnummer
FWL5639-18601-2018
Lieferzeit
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Versand durch
Weingut Poth
Preis/Liter
10.67 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
5,4 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13,0%
Restzucker
0,4 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Weingut Poth" stellt sich vor

Die Bedeutung der Stadt Röttingen als Weinort ist eng mit dem Namen Poth verbunden: Mit Wilhelm Poth begann dort 1920 die Renaissance des Weinanbaus. Sohn Robert weitete nach dem II. Weltkrieg seine Rebflächen aus und initiierte Ende der 60er die Röttinger Rebflurbereinigung. Dies sorgte für das weitere Aufblühen des Weinbaus in Röttingen. Von Generation zu Gerneration gab und entwickelte die Winzerfamilie Poth seitdem ihre Erfahrungen und Kenntnisse über den Rebanbau weiter.

In den Lagen Röttinger Feuerstein und Tauberrettersheimer Königin baut das Weingut Poth neben den fränkischen Rebsorten auch die Exoten Traminer, Weißburgunder und Zweigeltrebe an. Eine Renaissance erlebt der Tauberschwarz – eine alt eingesessene, aber im vergangenen Jahrhundert in Vergessenheit geratene Rotweinsorte. Sie bringt dank neuzeitlicher, qualitätsfördernder Anbaumethoden wieder erstaunliche
Rotweine hervor.

Bemerkenswert ist außerdem der für fränkische Verhältnisse hohe Rieslinganteil. Secco und ein Winzersekt, nach der traditionellen Flaschengärung erzeugt, runden das Angebot des Weingutes Poth ab. Sein Bestreben nach Qualität und Bekömmlichkeit bestätigen jährlich Prämierungserfolge bei regionalen, bundesweiten und internationalen Wettbewerben.

Weinlese bedeutet im Weingut Poth Handarbeit zum optimalen Erntezeitpunkt, abhängig von Lage, Sorte und Ausbau. Die schonende Verarbeitung des Lesegutes bis hin zur Ganztraubenpressung fördert die Reintönigkeit und Fruchtigkeit der späteren Weine. Für Weiß- und Rotweine aus dem Hause Poth gilt: Die im Weinberg gewonnene Qualität schafft die Grundlage für einen guten Wein. Der Ausbau setzt das
i-Tüpfelchen.

Bereits 1103 wurde der Weinbau in Röttingen erstmals urkundlich erwähnt. Weingüter, wie das der Familie Poth, trugen und tragen dazu bei, dass der Wein von der Tauber wegen seiner hohen Qualität von Weinfreunden geschätzt und gerne getrunken wird. „Wir pflegen unsere Weinberge unter den Gesichtspunkten des naturnahen Weinbaus“, betont Gerald Poth, der heute in der dritten Generation das Weingut leitet.

Die Arbeit für eine gute Ernte beschäftigt den Winzer das ganze Jahr. Bereits der Rebschnitt stellt die Weichen für die gewünschte Qualität. Dann gilt das Augenmerk dem Triebwachstum der Rebstöcke. Kümmer- oder überzählige Triebe müssen ebenso wie Blattverdichtungen
entfernt werden, damit Licht und Luft in das Stockinnere gelangen können. Dies hemmt die Schadpilzentwicklung und kommt der Qualität sowie Farb- und Aromabildung zugute.

Die Reberziehung sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Laubmasse und Traubenbehang und wirkt so auf Qualität und späteren Ertrag. Die gezielte und pflegliche Bearbeitung der Weinbergsböden sowie die Rückführung der gesamten Biomasse wie Schnittholz, Trester und Weinhefe, fördert die Bodenvitalität. In die Weinberge eingesäte Gräser und Kräuter unterstützen diese zusätzlich und bieten vielen nützlichen Insekten Lebensraum. Seit mehr als 20 Jahren wird keine mineralische Düngung mehr angewandt. Bereits seit 1987 verzichtet das Weingut Poth auf Insektizide und setzt stattdessen auf biologische und biotechnische Verfahren zur Schädlingsbekämpfung.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2018 Röttinger Feuerstein Tauberschwarz trocken

Darf ich vorstellen? Die wenigsten unter Ihnen dürften die vor einigen Jahrzehnten noch als ausgestorben angenommene autochthone Rebsorte Tauberschwarz kennen. Ihr Name zeugt bereits von ihrer regionalen Herkunft und tatsächlich ist ihr Verbreitungsgebiet nach ihrer Wiederentdeckung und -belebung in den Jahrzehnten nach 1960 auf die Region entlang der Tauber vom fränkischen Röttingen über Weikersheim in Württemberg bis nach Lauda-Königshofen und Beckstein im Badischen begrenzt geblieben. Mit gerade einmal 12 Hektar Anbaufläche gehört die Sorte zu den absoluten Raritäten und Spezialitäten. So mag es auch kaum verwundern, dass der Tauberschwarz von der Vereinigung Slow Food in ihre „Arche des Geschmacks“ aufgenommen wurde.

Das Weingut Poth aus Röttingen ist aufgrund seiner geographischen Situation geradezu prädestiniert, das Banner dieser historischen Rebe hochzuhalten. Sein 2018er Tauberschwarz aus der bekannten Lage „Röttinger Feuerstein“ zeigt exemplarisch auf, wofür die Sorte steht, da er alle drei genannten Kriterien in sich vereint:
•    Helle bis mittlere Farbe: In Anbetracht der Namensgebung könnte man ja durchaus einen tiefdunklen Rotwein erwarten. Da der Tauberschwarz eine dünne Beerenhaut hat, in der wenig Farbstoffe gebildet und eingelagert werden, sind seine Weine aber eher von hellroter Farbe.
•    Rotbeerige, eher säuerliche Fruchtanmutung: Besonders typisch ist eine ausgeprägte Kirschfrucht.
•    Zartbittere Geschmackseindrücke am Gaumen bzw. im Nachhall.

Farblich überzeugt unser 2018er Tauberschwarz durch ein strahlendes Purpurrot mittlerer Tiefe mit zarten Wasserrändern. Die Nase wird geprägt durch eine reintönige Kirschfrucht (Weichsel), welche durch feine Anklänge nach Kräutern und rauchige Noten ergänzt wird. Insgesamt entsteht der Eindruck eines nordischen, eher kühl und straff gewirkten Rotweins.
Dieser Eindruck wird dann auch am Gaumen mit dem ersten Schluck prompt bestätigt. Der Wein hat eine präzise, feine Säure, welche ihm eine eher schlanke Anmutung verleiht. Die Tannine sind sehr feinkörnig und werden sowohl von der Säure als auch den so sortentypischen (Zart)Bitternoten überlagert. Die Frucht spielt am Gaumen eigentlich nur die zweite Geige. Im Gegensatz zur Nase mit ihren dominanten Weichselnoten kommt am Gaumen zusätzlich eine schöne Brombeernote zum Tragen.

Wir haben es hier mit einem ganz traditionell maischevergorenen, wirklich trockenen Rotwein zu tun. Charaktervoll, eigenständig und rar ist er allemal. Preislich kann man auch nicht meckern. Der ansonsten so gerne aufgeschlagene Exoten- bzw. Raritätenbonus ist hier entfallen.

ausverkauft

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