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2018 - Alter Fränkischer Satz

Die Weinliebhaber

Der fruchtige Geruch nach einem Bukett von roten Beeren, Grapefruit und Blutorange und eine erfrischende Fruchtsäure am Gaumen machen diesen Wein zu einem besonderen Genuss.

Ein sonnenverwöhnter Wein aus einer alten Weinbergslage. Gleich zwölf Rebsorten sind in dieser Flasche vereint, gewachsen auf fränkischem Muschelkalk. Der „Alte Fränkische Satz“ überrascht in diesem Jahr mit seiner erdbeerroten Farbe. 

Früher wurden die alten Rebsorten oft als gemischter Satz gepflanzt, damit hat man versucht die Witterungsunbilden auszugleichen

Speiseempfehlung: Dieser einzigartige Wein passt gut zu Gegrilltem, würzigem Käse oder auch frischen Sommersalaten. Liebhaber von Südtiroler Speck und geräucherten Wurstwaren finden hier den idealen Begleiter.

Weitere Informationen zur Rebsorte

Dornfelder

Ähnlich wie der Müller-Thurgau bei den weißen Rebsorten, legte auch der Dornfelder im 20. Jahrhundert eine unvergleichliche Erfolgsstory hin, allerdings bei den roten Sorten.

Der Dornfelder entstand aus einer 1955 in Lauffen am Neckar durchgeführten Kreuzung der Elternsorten Helfensteiner x Heroldrebe.

Domina

1927 gelang Peter Morio durch die Kreuzung der Elternsorten Blauer Portugieser und Spätburgunder die Schöpfung der roten Sorte Domina.

Mit 388 Hektar Anbaufläche (0,4 % der Gesamtfläche) spielt die Sorte zwar in Deutschland keine große Rolle, aber aus der Tatsache, dass davon 337 Hektar allein im Anbaugebiet Franken stehen, kann man ihre überragende Bedeutung für die hiesigen Winzer ablesen. Sie ist noch vor dem Spätburgunder die klare Nummer Eins unter den roten Sorten und annähernd jeder dritte rote Rebstock in Franken ist Domina.

Silvaner

Der Grüne Silvaner, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten weißen Rebsorten in Deutschland. Zwar ging die Anbaufläche über die letzten Jahrzehnte kontinuierlich zurück. Dies ändert aber nichts an den folgenden Tatsachen:

  • Bis ca. 1950 war der Silvaner die mit Abstand wichtigste Rebsorte in Deutschland und wurde auf mehr als der Hälfte der Rebfläche kultiviert.
     
  • Es handelt sich um eine Traditionsrebe, deren Anbau seit 1659 urkundlich belegt ist.
     
  • In Franken ist der Silvaner Leitrebsorte und nimmt mit 30% so viel Fläche ein wie in keinem anderen deutschen Anbaugebiet.

Müller-Thurgau

O.k., die Sorte ist nicht gerade en vogue. Im Gegenteil: der einstmals geliebte Sohn wurde von seinen Eltern, den Winzern, verstoßen.

Der Flächenanteil sank seit Mitte der 1990er-Jahre von weit über 50% auf heute 27%. Wenn der Trend weiter so anhält ist in wenigen Jahren der Silvaner wieder die Nummer 1 in fränkischen Weingärten. Das ist im Prinzip auch zu begrüßen. Aber woher kommt dieser dramatische Wandel vom einstmaligen Liebling zum Stiefkind?

Der Müller-Thurgau galt schon immer als Brot-und-Butter-Sorte, nicht geeignet für höhere Qualitäten. Das ist im Prinzip auch richtig. Aber wenn nicht gerade Erträge von 200 Hektoliter pro Hektar geerntet werden und der Winzer sich Mühe gibt, sind durchaus hochanständige Weine möglich.

Ein erster Vorstoß in diese Richtung war vor knapp 20 Jahren die Gründung der Winzervereinigung Frank & Frei. Man war angetreten, das ramponierte Image der Sorte aufzupolieren und keltert bis heute vorbildliche, fruchtig-frische Müller-Thurgau-Weine.

Doch ist der Ruf erst ruiniert …

Selbst das große „100 Jahre Müller-Thurgau-Jubiläum“ in 2013 hat wenig bewirken können in unseren Augen. Immerhin wurde damals die erste Müller-Thurgau-Anlage Deutschlands in Franken gepflanzt. Die Sorte ist besser als ihr Ruf und verdient mehr Aufmerksamkeit.

Riesling

Der Weiße Riesling, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten weißen Rebsorten weltweit.Von vielen Weinliebhabern und Experten wird er gar als König der weißen Rebsorten bezeichnet - nicht zu Unrecht; wie wir finden. Als Spezialität und vermuteten Ur-Riesling gibt es auch noch den Roten Riesling, welcher aber bundesweit nur auf ca. 30 Hektar angebaut wird.

In Deutschland ist der Riesling mit knapp über 23.000 Hektar (23,4 % der gesamten Rebfläche) die meistangebaute Rebsorte. Vor allem in seinen klassischen Anbauregionen Rheingau und Mosel dominiert er ganz klar die Anbaustatistik. Anfang des 20. Jahrhunderts besaßen Rieslingweine aus diesen beiden Regionen Weltgeltung und wurden teurer gehandelt als die berühmtesten Weine aus Bordeaux. In den letzten 15 Jahren haben Deutschlands Spitzenwinzer große Anstrengungen unternommen, an diese längst vergangenen Zeiten anzuknüpfen, und erste Erfolge zeichnen sich ab. Nie war die Qualität so hoch wie heute, die Preise steigen, die besten Großen Gewächse haben die 40-Euro-Marke geknackt, Deutscher Riesling ist hip in New York und anderen Metropolen der Welt.

In Franken besitzt er zwar eine durchaus lange Tradition, wird aber lediglich auf 5 % der Rebfläche angebaut. Da er hohe Ansprüche an Lage und Boden stellt, wird er hauptsächlich von qualitätsbewussten Winzern kultiviert. Zu seinen hervorstechenden Eigenschaften gehört eine ausgeprägte bis rassige Säure, welche in kühlen und spätreifenden Jahren durchaus einmal richtiggehend stahlig sein kann.

Traminer

Traminer oder Gewürztraminer, das ist hier die Frage. Natürlich handelt es sich in unserem Fall keineswegs um eine Frage mit solch einer existenziellen Dimension wie beim Dichterfürsten Shakespeare, aber interessant ist der Unterschied dennoch.


So wie es beispielsweise beim Silvaner den grünen, den gelben, den roten und den blauen gibt, so existieren beim Traminer ebenfalls unterschiedliche Varianten.

Je nach Beerenfarbe können verschiedene Spielarten unterschieden werden: Rote Beeren – Roter Traminer; hellrot/rosa – Gewürztraminer, gelblich – Gelber Traminer. Im wesentlichen unterscheiden sie sich durch die Intensität ihres würzigen Geschmacks.

Sämtliche genannten Spielarten des Traminers können von den Winzern auf dem Etikett als Gewürztraminer bezeichnet werden. Somit bleibt es letztendlich dem Winzer überlassen, sofern er Roten oder Gelben Traminer im Anbau hat, ob er diese als Traminer oder Gewürztraminer deklariert.
Generell sagt man dem Traminer nach, dass er in Geschmack und Aroma nicht ganz so intensiv sei wie der Gewürztraminer. Auf alle Fälle handelt es sich um eine unserer wertvollsten und ältesten Sorten, welche im Verlauf der Zeit durch natürliche Kreuzungen auch Spuren in anderen Rebsorten wie dem Silvaner und dem Riesling hinterlassen hat.

Als Ursprungsgebiet wird von den Ampelographen Südosteuropa angenommen. Bereits im Mittelalter kam die Sorte in Südtirol vor, wo sie im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Durch den regen Weinhandel ausgehend von der Ortschaft Tramin (Südtirol) kam die Sorte dann auch zu ihrem heutigen Namen.

Perle (von Alzey)

Die Perle ist eine Kreuzung aus Gewürztraminer mit Müller-Thurgau. Auffallend an der anspruchslosen Perle sind die kleinen, rosa gefärbten Trauben. Obwohl die Beeren rötlich gefärbt sind, wird sie noch den weißen Rebsorten zugerechnet.

Sie wurde 1927 durch Georg Scheu in Alzey aus Gewürztraminer x Müller-Thurgau gekreuzt. Im Jahr 1950 befasste sich Hans Breider mit der züchterischen Nachbearbeitung durch Selektion. Seitdem heißt die Neuzüchtung eigentlich nur noch Perle.

Wein aus der Perle ist recht säurearm, dafür recht blumig im Bukett und im Geschmack. Allerdings kann sie in dieser Hinsicht mit ihrer Elternrebe Gewürztraminer nicht mithalten, sodass sie nur selten den Vorzug erhält, geht es um die Entscheidung mit welcher Sorte ein Weingarten bestockt wird.

Kerner

Den Kerner könnte man fast schon als “schwäbische“ Rebsorte bezeichnen. Dies hat mehrere Gründe. So wurde er 1929 von August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg gekreuzt.

Des Weiteren handelt es sich bei der einen Elternsorte – dem Trollinger – um den Lieferanten für den schwäbischen Schoppenwein schlechthin. Der andere Elter ist der Riesling, weshalb die Sorte mithin auch als „kleiner Verwandter des Rieslings“ bezeichnet wird. Und zu guter Letzt handelt es sich beim Namenspaten der Sorte um einen Lokalmatadoren: den Weinsberger Dichter, Arzt und Weinfreund Justinus Kerner (1786 – 1862).

Das goldene Zeitalter der Sorte war in den 1980er- und 1990er-Jahren. Von einstmals fast 8.000 Hektar bestockter Fläche sind heute nur noch knapp 2.800 übrig. Tendenz fallend. In diesem Sinne liegt auch Franken voll im Trend. Aktuell nimmt die Sorte noch 180 Hektar der fränkischen Rebfläche in Anspruch.

Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder, wie er offiziell heißt, gehört zu den bedeutendsten roten Rebsorten weltweit. Von vielen Weinliebhabern und Experten wird die Sorte gar als Königin unter den roten Rebsorten bezeichnet. Als Spezialität und nahen Verwandten gibt es in Deutschland auch noch den Frühburgunder, welcher aber bundesweit nur auf ca. 260 Hektar angebaut wird.

Als Mutterland der Sorte gilt Frankreich, wo sie knapp 30.000 Hektar einnimmt und wahrscheinlich schon seit der Römerzeit kultiviert wird. In Deutschland ist der Spätburgunder mit knapp 11.800 Hektar (12 % der gesamten Rebfläche) die meistangebaute rote Rebsorte.

Vor allem in seinen klassischen Anbauregionen Baden und Ahr dominiert er ganz klar die Anbaustatistik. In den letzten 30 Jahren haben Deutschlands (Spitzen-)Winzer große Anstrengungen unternommen, qualitativ dem großen, strahlenden Vorbild Burgund näherzukommen.

Die Pinot-Noir-Weine von der Côte d’Or genießen Weltruf und Lagen-Namen wie Musigny, Richebourg und Chambertin (um nur einige zu nennen) zaubern ein verklärtes Lächeln in die Gesichter sämtlicher Pinot Noir-Afficionados weltweit. Leider reißen sie aber auch ein tiefes Loch in die Geldbörse ihrer Anbeter. 200 bis 300 Euro – wohlgemerkt: pro Flasche – sind bei den berühmten Grand-Cru-Lagen eher die Regel denn die Ausnahme.

Qualitativ hat sich in deutschen Landen enorm viel getan und sowohl das Verständnis für den Anbau im Weinberg (Standort, Wahl des Klons und der Unterlage, Traubenteilung etc.) als auch die Besonderheiten beim Ausbau im Keller haben sprunghaft zugenommen. So haben die besten deutschen Spätburgunder mittlerweile qualitativ enorm aufgeholt und teilweise sogar zum großen Vorbild aufschließen können. Allerdings bewegen wir uns preislich mittlerweile bei den besten Pinots aus Deutschland auch im dreistelligen Bereich (Friedrich Becker, Bernhard Huber, August Kesseler).

Zusammen mit dem Cabernet Sauvignon und dem Merlot gilt der Spätburgunder als eine der hochwertigsten roten Rebsorten überhaupt. Weltweit steht Deutschland mit seinen 11.775 Hektar Anbaufläche für Spätburgunder (Pinot Noir) auf dem dritten Platz hinter Frankreich (29.700 Hektar) und den USA (16.770 Hektar). Rund jeder dritte Stock in deutschen Rotweinanlagen ist ein Spätburgunder. National dominiert Baden beim Spätburgunder klar und stellt laut den Zahlen des Deutschen Weininstituts (DWI) aus dem Jahr 2014 mit 5.591 Hektar knapp die Hälfte der gesamten deutschen Anbaufläche für diese Rebsorte. Zweitgrößtes deutsches Anbaugebiet für die Sorte ist die Pfalz mit 1.636 Hektar vor Rheinhessen (1.439 Hektar) und Württemberg (1.300 Hektar). In Franken sind lediglich 266 Hektar mit Spätburgunder bestockt und man könnte mit Fug und Recht von einem gewissen Nischendasein sprechen.

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Datenblatt 2018 - Alter Fränkischer Satz

Weinart
Rotling
Rebsorte
Domina, Kerner, Müller-Thurgau, Perle
Jahrgang
2018
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk
Empfohlene Trinktemperatur
14°
Lage
Himmelstadter Langenforst
Wein-Prädikat
Deutscher Landwein Main
Frankenwein aus
Himmelstadt
Weingut / Anbieter / Erzeugerabfüllung Franken
Die Weinliebhaber
Untere Ringstr.13
D-97267 Himmelstadt
Artikelnummer
FWL5457
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Das Weingut "Die Weinliebhaber" stellt sich vor

Voller Lust, Liebe und Leidenschaft zur Natur betreibt Familie Steinmetz seit 2014 ihren Weinbau in einem über 70 Jahre alten Weinberg. Der Weinberg findet sich in der alten Weinberglage „Langenforst“, idyllisch in Himmelstadt am Main gelegen.

Jutta und Reinhard Steinmetz sind keine gelernten Winzer. Aus Freude zum Wein haben sie sich das Wissen rund um den Weinbau angelernt, viele Wegbegleiter und Experten haben sie dabei unterstützt. Allen voran Josef Engelhard, der ihren „Schatz“ entdeckte. Im Jahr 2015 kartierte der anerkannte Profi für alte Weinsorten ihren Weinberg und entdeckte dabei sehr alte Rebsorten, wie z. B. den Grünen Silvaner. Die Sortenvielfalt in dem kleinen Weinberg (0,3 ha) war die Grundlage für den „Alten Fränkischen Satz“. Früher wurden die alten Rebsorten oft als gemischter Satz gepflanzt, damit hat man versucht die Witterungsunbilden auszugleichen

Als das Ehepaar Steinmetz den Weinberg übernommen hat, war er schon jahrelang nicht bearbeitet worden. Ein guter Start für eine ökologische Bewirtschaftung. Zunächst mussten die alten Stöcke „aufgepäppelt“ werden. Mit effektiven Microorganismen, Bokashi und Schweineborsten gaben sie den alten Stöcken neue Kraft. In Handarbeit wurden die Zeilen von Hartriegel, wilden Rosen, Disteln und Zackenschötchen befreit.
Inzwischen lebt die Biodiversität im Weinberg, blühende Saatgutmischungen wurden eingebracht und die Weinbergs-Traubenhyazinthe und die alte Weinberg-Tulpe haben hier ein Zuhause gefunden.

Im ersten Jahr ernteten sie gerade mal 30 Liter! Durch die regelmäßige Bodenbearbeitung, die Handarbeit an den Weinstöcken und die ökologische Pflege steigerte sich der jährliche Ertrag: 2018 konnten 1300 Liter ausgebaut werden. Andreas Hopfengart, ein Bio-Kellermeister kümmerte sich um den Wein im Weinkeller in Wiesenbronn.

Der Wein besteht aus gelbem und grünem Silvaner, Müller-Thurgau, alt und jünger, Weißem Riesling, Traminer, Kerner, Perle, Spätburgunder, Domina und Dornfelder.

Im Gegensatz zum Cuvée werden diese Rebsorten zusammen in einem einzigen Weinberg angebaut und nach gemeinsamer Lese auch gemeinsam gekeltert, vergoren und ausgebaut.

Hat man das früher gemacht, um einen gewissen Ernteerfolg zu sichern, erreicht man heute, bei relativ geringen Erntemengen, eine deutlich höhere Vielschichtigkeit des Weines, der in jedem Jahr anders ausfällt: immer eine Symphonie des guten Geschmacks! Da im Weinberg sowohl weißer als auch roter Wein wächst, ergibt sich in jedem Jahr eine andere Farbe.

Neben ihrem „Wengert“ ist ihr Garten ihre große Leidenschaft. Hier empfangen sie jährlich 25-35 Gästegruppen, die in der „Gartenwirtschaft“ gerne auch ein Gläschen vom Alten Fränkischen Satz probieren.

Seit 2 Jahren steht nun ein kleines Weinbergshäuschen oberhalb des Wengerts. Dieses Kleinod wurde am Weinsberger Kreuz abgebaut (der Weinberg auf dem es stand sollte Bauplatz werden) und mit Blick auf das schöne Maintal wieder aufgebaut.

Die Lage „Langenforst“ liegt westlich von Himmelstadt, eine kleine Lage mit nur wenigen alten Weinbergen. Die bekannte Großlage „Himmelstadter Kelter“ befindet sich auf der anderen Seite des Maines, dort fand auch die Flurbereinigung statt. Die Lage Langenforst ist also noch „ursprünglich“.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz 2018 - Alter Fränkischer Satz

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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