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Basisdaten

Repperndorf

Erstmals Erwähnung fand der Ort im 11. Jahrhundert in Zusammenhang mit seiner Funktion als Fronhof des Benediktinerklosters Kitzingen.

Das kleine, 700 Einwohner zählende Dorf ist seit der Gemeindegebietsreform von 1978 ein Ortsteil der Kreisstadt Kitzingen und liegt drei Kilometer westlich von dessen Stadtkern entfernt.  Repperndorf lag schon damals „verkehrsgünstig“ an der mittelalterlichen Reichsstraße zwischen Nürnberg und Würzburg. Heute führt die Bundesstraße 8, welche unter anderem die beiden „Wein-Capitalen“ Würzburg und Kitzingen verbindet, direkt am Bebauungsgebiet vorbei.

Nicht zuletzt dieser Umstand führte Ende der 50iger-Jahre dazu, dass die Gründer der damals frisch aus der Taufe gehobenen Gebietswinzergenossenschaft Franken (GWF) ihren Hauptsitz samt Betriebsgebäuden in Repperndorf errichteten.

Dass die weinbauliche Tradition aber wesentlich länger zurückreicht, bezeugt allein schon der Ortsname. So bedeutet die Silbe „Rep“ nichts anderes als Rebe und der Begriff „Repern“ ist ein alter Ausdruck für das Abfallen der Blüten und Beeren.

Repperndorf gilt als eine der ersten Siedlungen des Gebietes und war bereits im Mittelalter für seinen Weinbau bekannt. Auch die einzige, 12 Hektar große Weinlage des Ortes, der „Repperndorfer Kaiser Karl“, verweist mit ihrem Namen auf längst vergangene Zeiten. Der große fränkische Kaiser soll hier nicht nur die Pflanzung von Weinstöcken veranlasst haben, überdies ist bekannt, dass er mehrfach durch den Ort gezogen ist. Alles in allem sind dies natürlich gute Gründe, ihn zum Patron der einzigen Ortslage zu machen.

Selbstredend war es die mittlerweile in Winzergemeinschaft Franken umbenannte GWF, welche das kleine Repperndorf im Alleingang weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt gemacht hat. Mit 2.400 Mitgliedern und einer Gesamtfläche von 1.400 Hektar ist sie der größte Weinerzeuger in ganz Franken. Ihre überragende Bedeutung für den fränkischen Weinbau liegt unter anderem in der Tatsache begründet, dass sie vielen Nebenerwerbswinzern und Kleinbetrieben das Überleben gesichert hat und somit entscheidend zum Erhalt der fränkischen Kulturlandschaft beigetragen hat.

Für Weininterresierte bietet Repperndorf einen Wein- und Naturlehrpfad, welcher über die landschaftlichen Besonderheiten sowie den Weinanbau der Region informiert. In diesem Zusammenhang bietet sich natürlich auch ein Ausflug zur Vinothek der GWF (Winzergemeinschaft Franken e.G.) an. Sonderveranstaltungen wie „Die Besten der GWF“ locken zahlreiche Weinliebhaber und Genussinteressierte an und bieten die Möglichkeit neben den Glanzlichtern des Sortiments auch Raritäten aus der Schatzkammer kennenzulernen und zu verkosten.

 

 

Repperndorf

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