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Acolon Kabinett trocken

Knoblach Dieter

Eine reintönige Frucht, welche in erster Linie an Blaubeeren und Holunder(-beeren) erinnert, bahnt sich ihren Weg.

Fränkischer Weinbauverband - Franken SilberPrämierung: Fränkische Weinprämierung Silber

Verkostung durch unseren Weinfachberater Christian Büttner:

Innerhalb kürzester Zeit stelle ich Ihnen heute den zweiten Wein aus der Rebsorte Acolon vor! Purer Zufall, mehr nicht. Aber trotzdem eignet sich der Wein aus der Neuzüchtung (Lemberger X Dornfelder) hervorragend, um ein bestimmtes Thema aufzugreifen: den Anlass-Wein.

Ich bin mir nicht sicher, ob das ein spezifisch deutsches Thema ist, aber man gewinnt irgendwann zwangsläufig den Eindruck, dass wir Deutschen immer einen Anlass für alles brauchen. Angefangen beim Sommer- bzw. Terrassen-Wein oder dem Spargel-Wein bis hin zum Party-Wein. Eigentlich sollte der Akt des Genusses für sich genommen bereits Anlass genug sein. Worauf warten, weshalb um bestimmte Flaschen im Weinkeller immer einen Bogen machen und auf einen „besonderen Anlass“ warten? Jeder Tag im Leben bietet Anlass genug. Ganz im Sinne von Madame Lily Bollinger, welche 1961 in London weilend auf die Frage eines Reporters, zu welchen Gelegenheiten sie denn Champagner trinke, antwortete:

„Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.“

Auch wenn ich mich tendenziell eher gegen Kategorisierungen ausspreche, so müssen Ausnahmen gestattet sein, denn der Acolon Kabinett von Familie Knoblach ist in meinen Augen der perfekte Grill-Rotwein. Frucht, Würze und Trinkfluss sind in schönster Ausprägung vorhanden. Beste Voraussetzungen, um würzige Steaks und fränkische Bratwürste vom Grill vortrefflich zu begleiten.

Mit jugendlicher, purpurroter Farbe fließt der Acolon Kabinett ins Glas. Als 2015er dürfte er vermutlich kein Holzfass von innen gesehen haben. Zumindest deutet in der Nase nichts darauf hin. Eine reintönige Frucht, welche mich in erster Linie an Blaubeeren und Holunder(-beeren) erinnert, bahnt sich ihren Weg. Aber auch würzige Noten wie Pfeffer und frisches Lorbeerblatt kommen mit zunehmender Verweildauer im Glas zum Vorschein. Aber was das Ganze so genial macht für meinen Geschmack, ist zusätzlich dieser ganz feine, dezente Geruch von rohem Fleisch, der in der Nase mitschwingt. Man kennt das unter anderem von manchen Burgundern, aber auch von Syrah-Weinen der nördlichen Rhone.

Am Gaumen besitzt er jetzt bereits beträchtlichen Charme. Die Tannine sind wunderbar feinkörnig und überziehen den Mundraum wie mit einem Seidenteppich. Der Wein hat Körper, was beim Rotwein nicht unwichtig ist (mit 13% vol. Alkohol eher Spätlese als Kabinett) und er präsentiert sich mit gerade einmal 0,2 g/l Restzucker wirklich trocken im Geschmack. Hintenraus kommen dann noch im Nachhall sehr dezente Lakritznoten zum Tragen, die dem Wein, zusammen mit den Gerbstoffen, zusätzlich Struktur verleihen. Das macht wirklich großen Spaß zu trinken und allein schon, um den sich zierenden Sommer herauszufordern, sollten wir auf die Kategorie „Grill-Wein“ einschwenken.

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Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt Acolon Kabinett trocken

Weinart
Rotwein
Rebsorte
Acolon
Jahrgang
2015
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk
Empfohlene Trinktemperatur
16 - 18°
Qualitätsstufe
Prädikatswein: Kabinett
Weinprämierung
Fränkische Weinprämierung Silber
Frankenwein aus
Nordheim am Main
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Knoblach Dieter
Raiffeisenstraße 13
D-97334 Nordheim am Main
Artikelnummer
FWL2318-1504
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Knoblach Dieter
Preis/Liter
10.40 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
3,8 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13%
Restzucker
0,2 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Knoblach Dieter" stellt sich vor

Die Knoblachs zählen zu den alteingesessenen Winzergeschlechtern der Weinbaugemeinde Nordheim am Main. Hier, auf einer "Wein-Insel" des Maindreiecks an der "Volkacher Mainschleife", in der größten weinbautreibenden Gemeinde Unterfrankens, ist der Familienname Knoblach schon seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert nachweisbar.

Die Vorfahren des Weingutes Knoblach pflegten über drei Jahrhunderte in Nordheim den heimischen Weinbau, waren hier als angesehene Gastwirte "Zur Sonne" tätig und wirkten durch Generationen immer wieder in wichtigen Gemeindeämtern. Durch bemerkenswerte Stiftungen und beachtliche, mit dem Familienwappen gekennzeichnete Privatbauten bestimmten sie Nordheims historisches Ortsbild mit. Von den unmittelbaren Vorfahren stammt der 1707 geschaffene "Ölberg" mit seinen lebensgroßen Figuren an der altehrwürdigen Pfarrkirche St. Laurentius.

Auf dem Dorfplatz unmittelbar vor der Kirche steht die spätbarocke "Mariensäule" von 1775: ein Säulenobelisk mit einer doppelseitig gearbeiteten Statue der Madonna, ebenfalls von den Knoblachs gestiftet. Mariensäule und stattliche alte Bürgerhäuser tragen das "sprechende" Knoblach-Wappen, im Schild Küferwerkzeug, auf dem Helm eine Knoblauchzwiebel.

Das Hauswappen, nachgewiesen durch ein Ölporträt aus dem Jahre 1729, das im Besitz des Johann Martin Knoblach war, wird traditionsgemäß durch den jetzigen Inhaber Winzermeister Dieter Knoblach in Ehren gehalten, der als Jungwinzer im Jahre 1998 seine Prüfung als Winzermeister ablegte. Dieses Ereignis wurde zum Anlass genommen einen Meister-Schoppen zu kreieren.

Heute ist das Familienzeichen nicht zuletzt ein Kennzeichen besonderer Qualitätsweine der Mainschleife. Zugleich hat das Weingut Knoblach-Nordheim im vergangenen Jahrhundert sein breites Weinangebot um ausgezeichnete Brennereierzeugnisse erfolgreich ergänzt. Durch Produkte aus heimischen Sonderkulturen wie Obstbau, wurde die Palette noch breiter gefächert.

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz Acolon Kabinett trocken

ausverkauft

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