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New World – Edition 19

Weingut Artur Steinmann

Eine Cuvée aus den Rebsorten Scheurebe und Sauvignon Blanc.

Karl Lagerfeld lässt grüßen!

Weitere Informationen zur Rebsorte

Cuvée

Der Ausdruck Cuvée ist in Europa nicht einheitlich geregelt. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters.

Während im französischen Sprachgebrauch jeder separat abgefüllte Wein eines Weingutes eine Cuvée ist, wird die Cuvée in Deutschland mit einem "Verschnitt" gleichgesetzt. Hierbei ist in der Regel das gemeinsame Keltern oder auch das Vergären von verschiedenen Rebsorten zur Herstellung von Wein gemeint.

Während man früher oft von "panschen" beim Cuvée gesprochen hat, wird dies heute als große Kunst der Kellermeister angesehen, die eine optimale Balance für ihr Produkt finden wollen.

 

 

Scheurebe

Die Scheurebe wurde vor 100 Jahren gezüchtet und trägt das Erbgut des Rieslings in sich. Seit nunmehr 30 Jahren befindet sie sich auf dem Rückzug in deutschen Weingärten. Von einstmals knapp 4.500 Hektar Anbaufläche in der Spitze sind heute gerade noch 1.455 übrig

Mittlerweile in der Anbaustatistik sogar vom Global Player Chardonnay überflügelt, könnte sie in Zukunft einer anderen, in direkter Konkurrenz stehenden „Modesorte“ noch weiter weichen müssen. Nämlich dem Sauvignon Blanc, welcher seinerseits als die weiße Boomsorte der letzten Jahre bezeichnet werden kann.

Mit seiner betont frischen, fruchig-exotischen, bisweilen grasigen Art hat der Sauvignon Blanc die Herzen der deutschen Weintrinker im Sturm erobert. Was die meisten aber vergessen (in diesem Fall die für den Anbau zuständigen Winzer), ist die Tatsache, dass die Scheurebe in ihrer trockenen Variante vom Aromaprofil durchaus einem guten Sauvignon Blanc ähneln kann. Dies wiederum könnte für Winzer, welche bereits die Scheurebe kultivieren, zu dem Schluss führen, dass sie den Sauvignon gar nicht brauchen.

Sauvignon Blanc

Kaum eine Rebsorte verzeichnete in den letzten Jahren in Deutschland solche Zugewinne bei der Anbaufläche wie der Sauvignon Blanc.

Gleich nach dem Riesling rangiert er zur Zeit an zweiter Stelle der meistgepflanzten weißen Sorten in den Weinbergen deutscher Winzer.

Ursprünglich an der Loire in Frankreich beheimatet, setzte die Sorte von Neuseeland aus in den 1980er Jahren zu ihrem Siegeszug um die Welt an. Cloudy Bay wurde schnell zum Kultwein und zur Blaupause für expressive, mit tropischen Fruchtaromen beladene Neue Welt-Sauvignons.

Ab 12 Flaschen von diesem Versender erhalten Sie dessen Lieferung versandkostenfrei innerhalb Deutschland!
Lieferzeit: ca. 3-5 Werktage

Datenblatt New World – Edition 19

Weinart
Weißwein
Rebsorte
Cuvée, Sauvignon Blanc, Scheurebe
Jahrgang
2018
Geschmack
trocken
Terroir
Muschelkalk
Wein-Prädikat
Prädikatswein: Kabinett
Frankenwein aus
Sommerhausen
Weingut / Anbieter / Gutsabfüllung Franken
Weingut Artur Steinmann
Plan 4
D-97286 Sommerhausen
Artikelnummer
FWL6255
Lieferzeit
ca. 3-5 Werktage
Versand durch
Weingut Artur Steinmann
Preis/Liter
9.33 €/Liter 
Inhalt pro Flasche
750ml
Säuregehalt
5,4 g/L
Alkoholgehalt (vol.)
13,0%
Restzucker
4,1 g/L
Allergene
enthält Sulfite

Das Weingut "Weingut Artur Steinmann" stellt sich vor

Das Weingut im Pastoriushaus, neben dem Fachwerkbau des ehemaligen gräflichen Eichamts am Sommerhäuser Plan, war schon lange vor der heutigen Generation im Jahre 1655, Geburtsstätte des  ersten deutschen Amerika-Auswanderers Franz Daniel Pastorius, Sommerhausens wohl berühmtestem Sohn. In Philadelphia gründete er 1683 die erste deutsche Niederlassung in Amerika und gab ihr den Namen Germantown. 1916 gründete der Großvater, Karl Steinmann das Weingut im ursprünglich 1619 datierten Pastoriushaus.

Für Artur und Elfriede Steinmann ist von größter Wichtigkeit die Erzeugung höchster Weinqualität mit harmonischer Fruchtsäure unter Einbeziehung des umweltschonenden Weinbaus.

Dominierende Traubensorten sind Silvaner, Müller-Thurgau (Frank & Frei) und Riesling, denen - ebenso wie den Rotweinen - die bevorzugte Liebe der Winzer gilt.

Weinmachen - der Begriff ist international üblich - ist für die Steinmanns Familiensache: "Wir können uns das nicht in industrialisierter Anonymität vorstellen. Was für den einen das Traumschloss, ist für uns das klassische Weingut".

Das Weingut im Pastoriushaus verfügt über einen der schönsten Weinkeller von Sommerhausen. Die 1994 entstandene vollklimatisierte Schatzkammer mit Kiesboden, konstant zehn Grad Temperatur und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit birgt 6.000 Flaschen. Erlebnisweinproben  werden  mit Kellerführung in der Pastorius-Stube, die noch mit dem Weichholzmobiliar aus den zwanziger Jahren bestuhlt ist, angeboten.

Seit Juli 2000 wurde das Weingut durch ein kleines Tagungshotel ergänzt Die idyllische Stimmung des fränkischen Weinortes Sommerhausen mit seinen bezaubernden Theatern und die Stadtnähe zu Würzburg bieten hier ideale Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten ohne den üblichen Stadtstress. Komfortable Zimmer mit modernem Ambiente laden zum Wohlfühlen ein. Die Einrichtung des Tagungsraumes wurde zielgerichtet für Besprechungen, Konferenzen und Kolloquien gestaltet, damit Gäste konfliktfrei tagen können. Somit bietet das Weingut Artur Steinmann die Vorzüge eines Tagungshotels mit moderner Technik und verbindet so effektives Arbeiten mit angenehmer Atmosphäre.

 

zum Weingutsportrait

Verkostungsnotiz New World – Edition 19

Als ich hier vor einigen Wochen den wunderbar klassischen, im Stückfass (1.200 Liter Fassungsvermögen) ausgebauten Silvaner Kabinett von Artur Steinmann vorgestellt habe, schrieb ich in der Einleitung unter anderem:
„Das, was heute gemeinhin als Junge Linie bezeichnet wird – frische, fruchtige, unkomplizierte und eher leichte Weine –, wird im Weingut Artur Steinmann fast komplett durch die sechs verschiedene Weine umfassende „Frank & Frei“-Kollektion abgedeckt.

Aufmerksame Leser sind möglicherweise über das Wort „fast“ gestolpert. Liefert es doch einen Hinweis, dass es noch mindestens einen weiteren Wein gibt, welcher jung, frisch und modern daherkommt. Und eben jenen Wein möchte ich Ihnen heute etwas näher vorstellen.

Es handelt sich um den 2018er „New World“. Die Bezeichnung kann in zweifacher Hinsicht als Hommage bzw. Reminiszenz aufgefasst werden. Einmal an Franz Daniel Pastorius, den offiziell ersten deutschen Auswanderer nach Amerika, welcher 1651 im „Pastoriushaus“, dem heutigen Stammsitz des Weingutes Artur Steinmann, geboren wurde. Zum anderen an den exaltierten, expressiven Stil der Sauvignon Blanc-Weine aus der Neuen Welt. Hier dient vor allem Neuseeland als Blaupause. Weshalb das Etikett auch das neuseeländische Nationalsymbol schlechthin zeigt: den Kiwi. Er schlüpft jedes Jahr in die Rolle einer anderen bekannten Persönlichkeit. Gestaltet wird das Ganze vom Berliner Künstler Gris (Näheres über den Künstler finden Sie hier: www.gris030.de/kunstexterner Link). Doch nun zum Wein.

Dieser hat sich in seiner Zusammensetzung über die Jahre etwas gewandelt: Ursprünglich handelte es sich um einen reinsortigen Bacchus, bevor zu ca. 20 – 30 % Sauvignon Blanc Einzug in die Cuvée hielt. 2018 wurde der Bacchus-Anteil komplett durch Scheurebe ersetzt, da das aromatische Profil des ersteren in diesem Jahrgang nicht dem Stil des Weines entsprach.

In der Nase blitzt die Scheurebe mit feinen Cassis-Noten auf, aber nicht in der Form, wie wir es von einer reinsortigen Scheu gewohnt sind. Der Sauvignon Blanc – auch wenn er prozentual in der Minderheit ist – drückt dem Wein (s)einen prägenden Stempel auf. Aber nicht, wie man eventuell vermuten könnte, mit den typischen „grünen“ Aromaanklängen von Gras und Paprika. Dafür war 2018 ein zu reifes Jahr. Vielmehr glänzt der Wein mit exotischen Noten von Mango, Physalis und leicht in eine herbere, würzige Richtung weisenden Anklängen von Stachelbeere. Neben der Frucht zeigt sich aber auch noch eine gehörige Portion mineralische Anklänge. Bewohner der „New World“ nennen so etwas „chalkiness“.

Am Gaumen gefällt mir besonders die trockene Art (mit 4,1 g/l fast fränkisch trocken) dieser Cuvée aus Scheurebe und Sauvignon Blanc, welche den mineralischen und würzigen Charakter, der sich in der Nase bereits andeutet, unterstreicht.
Der Wein hat durchaus Wumms und kann seine Alkoholpower nicht gänzlich verbergen. In kühleren Jahren hatten wir bei diesem Wein auch schon 1 – 1,5 % Vol. Alkohol weniger.
Aber wie heißt es so schön: Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. In unserem Fall hat er es im Jahrgang 2018 gegeben. Trotzdem bleibt der Wein trinkig und eher auf der frischen Seite. Eine leicht phenolische Komponente sorgt für Grip am Gaumen. Fruchtmäßig schlägt eine Mischung aus Maracuja, Kiwi und Stachelbeere durch. Also ein durchaus exotischer Mix.

Der Nachhall ist wunderbar lang und klingt harmonisch aus, da die Säure reif und kein bisschen aggressiv ist. Einfach Trinkvergnügen pur. Ein kleiner Tipp noch zum Abschluss: Sollten Sie Sushi lieben, so werden Sie diesen Wein lieben. Passt perfekt.

Eine Weinexpertise von unserem Weinfachberater Christian Büttner
in die Weinkiste ...

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